| Meer |
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Grenzenlos ist dein Gesang,
deine Weite und dein Blau.
Deine Lieder sind oft leise,
manchmal aber stürmisch rauh.
Heute flüsterst du ganz zärtlich,
sanft sind deiner Wellen Schlag,
ach, wie soll ich's dir nur sagen,
dass ich dich so innigst mag.
Möchte dich ganz zart berühren
wie ein leichter Sommerwind,
spielerisch mich in dir wiegen,
lächelnd, wie ein kleines Kind.
Wenn der laue Wind dich streichelt,
kräuselt sich dein Türkisblau,
und es glitzert deine Fläche
wie ein Frühlingsmorgentau.
Tausende von Diamanten
glitzern dann im Sonnenlicht,
wenn ein Strahl der heissen Sonne
deine weite Fläche trifft.
Meer, du schenkst mir grosse Ruhe,
deine Grenzenlosigkeit,
in dem stummen Dialog
unsrer stillen Zweisamkeit.
Deine Tiefe ist die meine,
wo sich Reichtum still verbirgt,
in sich ruht mit Urvertrauen,
das nach aussen stille wirkt.
Über dich hinweg fliesst Sehnsucht,
grosse Liebe und auch Glück,
und ich möchte dich umarmen,
jetzt, in diesem Augenblick. |
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| Monika Schudel |
Gehe deinen Weg |
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Gehe deinen Weg des Friedens,
der in dir schon immer war.
Friede ist der Weg der Weisen,
lebe diesen Frieden klar.
Gehe deinen Weg der Hoffnung,
wenn das Schicksal dich berührt.
Hoffnung ist das Licht der Nacht
das dich aus dem Dunkeln führt.
Gehe deinen Weg des Glaubens
und vertraue deinem Licht,
das in deiner eignen Tiefe
still und hell verankert ist.
Gehe deinen Weg der Liebe,
du wirst stark und voller Glück,
denn was du verschenkst im Leben,
kommt auch liebevoll zurück. |
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| Monika Schudel |
Stern der Liebe |
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Leiser schlägt der Puls des Herzens,
stille lass´ ich es gescheh´n,
schwingende Gedankenteile
bleiben langsam, schweigend, steh’n.
Tag der Sonne, Tag der Liebe
sinkt hinweg, unendlich weit,
und die Nacht umfängt mein Schweigen
mit der tiefen Dunkelheit.
All mein Sehnen fliegt hinweg
zu dem Stern der dort erstrahlt,
der mit zauberhaften Farben
Freude an den Himmel malt.
Sprühend leuchtet er zur Erde,
Liebesstern der Dunkelheit.
Sendet seinen Strahl der Liebe
in mein Herz, in unsre Zeit.
Und dies Leuchten in den Herzen,
in den Augen dieser Nacht,
hat der Schöpfer durch den Stern,
liebevoll auch mir gebracht. |
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| Monika Schudel |
Lebensstrom |
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Wie ein grosser Baum bist du
der gezeichnet ist vom Wind,
stark geworden durch die Stürme
deine tiefen Wurzeln sind.
Mutter Erde heilt die Kerben
die man dir hat zugefügt,
und dein volles Blätterkleid,
duftet, leuchtet, strahlt und blüht.
Tief in deinem weichen Kern,
wo der Lebensstrom pulsiert,
von der Wurzel zu der Krone
durch dein ganzes Sein vibriert,
Da ist Urvertrauen, Glaube
an die Quelle deiner Kraft,
die du für dein Lebenswerk
liebevoll bekommen hast.
Einer unter vielen Bäumen
bist doch einzigartig du,
und der Himmel schickt dir Liebe
und ein strahlend Lächeln zu. |
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| Monika Schudel |
| Wintermorgen |
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Morgennebel zieht von dannen
durch des Wintermorgens Licht,
das sich in den Silbertannen
glitzernd in den Ästen bricht.
Gräser unter Eis sich biegen,
Spinnennetz im Rauhreifkleid,
filigrane Fäden liegen
eisgeformt durch Nebelzeit.
Regenbogenfarben sprühen
aus dem funkelnd, kalten Eis,
frosterstarrte Zweige glühen
aus dem reinen Winterweiss.
Von den Wurzeln zu den Spitzen
strömt die tiefe Lebenskraft,
die auch mich im Sonnenblitzen
bis ins Innerste erfasst. |
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| Monika Schudel |
| Sonne |
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Am Horizont ein heller Schimmer,
durchflutend dunkle Nacht
und im verblassten Sternenmeer
ein neuer Tag erwacht.
Der erste Vogel zaghaft singt
im sanften Morgenlicht,
ein gleissend, heller Sonnenstrahl
durch ferne Wälder bricht.
Und majestätisch steigt die Sonne
empor am Himmelszelt,
verströmt die Lebenskraft und Wärme
in diese dunkle Welt.
Ein Lobgesang erfüllt die Erde
und voller Dankbarkeit
begrüsse ich das Lebenslicht
begrenzter Erdenzeit. |
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| Monika Schudel |
| Licht im Dunkeln |
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Ich zünde eine Kerze an,
sie leuchtet hell und sacht,
ein Licht scheint über diese Welt,
und strahlt in dunkler Nacht.
Wer Hass gesät, verliert das Herz
und bringt sich selber um,
die Seele weint in tiefster Not,
wird einsam, krank und stumm.
Wo Liebe zu dem Nächsten fliesst
entsteht ein warmes Licht,
in dem die Saat gedeihen kann
und karges Land durchbricht.
Ich zünde eine Kerze an,
ein Licht der Liebe scheint,
hinein in allen Hass der Welt
damit das Gute keimt. |
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| Monika Schudel |
| Getragen |
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Ich träume auf dem Lebensmeer,
in dessen Fluss ich bin,
kristallnes Blau umspült mich sanft
und treibt mein Boot dahin.
Die Tränen fliessen leise fort,
ich kann sie segeln sehn,
getragen von dem Wind der Zeit,
seh ich sie still vergehn.
Mein Abschied voller Liebe grüsst
und strömt zum Himmelszelt,
ein warmes Lächeln strahlt zurück,
berührend diese Welt.
Am Horizont strahlt jenes Licht
das mich nach Hause bringt
und durch den Traum der fernen Zeit
ein Lied der Hoffnung klingt. |
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| Monika Schudel |
| Herbstlicht |
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Wenn buntes Laub die Bäume ziert
und Nebel mich umhüllt,
wenn jeder kleinste Sonnenstrahl
mein Herz mit Freude füllt,
dann ist die Zeit der Sehnsucht da,
nach Wärme und nach Licht,
dann suche ich die Farbenwelt,
die durch die Äste bricht.
Das Spinnennetz wird sichtbar mir,
der Tau im Licht erstrahlt,
er hat ein Regenbogenlicht
auf jeden Ast gemalt.
Die vielen Wunder der Natur,
sie leuchten auf im Wald
und in mir klingt ein Dankeslied,
das über mir verhallt. |
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| Monika Schudel |
| Seelenreise |
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Liebessterne meiner Träume
führen sanft mich durch die Nacht.
In das Land der Zärtlichkeit,
schwebe ich behütet, sacht.
Und Gefühle stiller Sehnsucht
fliessen in ein Perlenlicht,
das wie heller Wunderglanz
bis in meine Seele bricht.
Über mir ein ewig Leuchten,
einem sanften Lächeln gleich,
stillt mein tiefverborgnes Sehnen
und macht meine Seele reich. |
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| Monika Schudel |
| Wintertraum |
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Ein Nebelschleier löst sich auf
im winterweissen Wald,
gefroren ist ein jeder Ast,
der Schneewind flüstert kalt.
Ein Hauch von Märchen zieht dahin,
es glitzert hell im Licht,
das Lächeln einer Winterfee
des Waldes Schweigen bricht.
Es lauscht der Friede in die Stille,
berührend jeden Baum,
und Schneekristalle träumen leis
den sanften Wintertraum.
Aus fernen Himmeln strahlt ein Licht
liebevoll zum Wald,
und Engelskinder flüstern zärtlich:
"Weihnacht ist es bald". |
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| Monika Schudel |
| Weihnachtsbaum |
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Am schönsten ist der Weihnachtsbaum
der leuchtend draussen steht,
wenn Winternächte klirrend kalt
und Schneewind leise weht.
Ein Staunen, ja ein Lächeln gar
durchzieht den Wandrer schnell,
und manche Augen werden gross
und strahlen freudig hell.
Wer stille steht hört den Gesang
von Engeln überm Wald
und durch das warme Lichtermeer
ein frohes Raunen hallt.
Für einen kurzen Augenblick
vergessen wir die Welt
und spüren eine liebe Hand
die uns in Armen hält. |
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| Monika Schudel |
| Es ist..... |
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Es ist in allem und im Nichts,
durchflutet Raum und Zeit,
es fliesst durch der Materie Welt
bis in die Ewigkeit.
Es ist der Strom aus dem wir sind,
im Werden und Vergehn,
in dessen liebevoller Kraft
wir unsre Wege gehn.
Es ist der Traum und die Vision,
die Farben und Musik,
das Lächeln einer Sommernacht
das längst ersehnte Glück.
Es ist im Du und auch im Ich,
ein Teil der Kreatur
und untrennbar mit uns vereint
im Leuchten der Natur.
Es ist in allem und im Nichts,
wir müssen es nur sehn,
dann sind wir losgelöst von Angst
und können vorwärts gehn. |
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| Monika Schudel |
| Wandern |
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Du bist ein Teil des grossen Ganzen,
in dir ist Ewigkeit und Zeit,
die Erde lässt dich Schwere fühlen,
dein Geist ist ungebunden, leicht.
Dein Dasein ist ein stetes Wandern
durch dunkle Nacht und Helligkeit,
in dem du Spuren hinterlässt
von deiner Einzigartigkeit.
Ein Teil bist du, stets auf der Suche
nach Sinn und innrer Harmonie,
und tief in dir begleitet dich
der Seele Liebesmelodie. |
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| Monika Schudel |
| Begegnung |
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Wundervoll ist jede Seele,
Zauber fliesst in der Natur,
und ein ganzes Himmelreich
strahlt aus jeder Kreatur.
Leise singt das Universum,
flüstert durch den Abendwind
und ein zarter Hauch von Engel
durch den stillen Äther schwingt.
Störe nicht dies stille Atmen,
lass es fliessen durch die Zeit
und begegne diesen Wundern
mit der Liebe Achtsamkeit. |
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| Monika Schudel |
| Frühlingszauber |
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Ein Sonnenstrahl berührt den Baum
und glitzert hell im Licht,
des Morgenlächelns erster Gruss
durch Kirschenblüten bricht.
In stiller Andacht staunt der Tag
in diese Blütenpracht
und spiegelt sich im letzten Tau
vergangner Frühlingsnacht.
Es duftet lieblich, blumig süss,
aus jedem Blütenblatt,
das unser Schöpfer liebevoll
für uns erschaffen hat.
Ein Zauber hat auch mich erfasst
nach dunkler Winterzeit
und mich durchströmt ein Warmgefühl
von tiefer Dankbarkeit. |
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| Monika Schudel |
| Loslassen |
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Lass vergehen, was vergangen,
schwerer Stunden Nacht,
Seele flieg in neue Bahnen
wo ein Morgen lacht.
Halt nicht fest an alten Tagen,
lasse los die Last,
die du längst im fernen Gestern,
schon durchleidet hast.
Ja, dann schaffst du neue Räume,
machst dich frei und leicht,
spürst die grosse Lebenskraft,
einem Wunder gleich.
Segne jeden neuen Morgen
hell erstrahl er dir
und erfahre seine Fülle,
gegenwärtig, jetzt und hier. |
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| Monika Schudel |
| An Wunder glauben |
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Wir sollten mehr an Wunder glauben,
die täglich still geschehn,
wir sollten unsre Herzen öffnen
und fühlen was wir sehn.
Ein Engel der uns still beschützt,
ein Regenbogenlicht,
ein Sonnenstrahl der uns berührt,
und unsre Härte bricht.
Ein Lächeln, das uns fröhlich macht,
ein Lied das uns erreicht,
und jene sanfte, liebe Hand,
die übers Haar uns streicht.
Was leise schwingt in unsrer Seele,
sind Wunder die geschehn,
und wenn wir achtsam inne halten
wird unser Herz sie sehn. |
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| Monika Schudel |
| Im Einklang |
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Es schweigt in mir und wird ganz still,
Gedanken bleiben stehn,
die Träume malen Bild für Bild,
sie kommen und sie gehn.
Ein leiser Hauch berührt mein Sein
wie eine liebe Hand,
und über mir das Himmelslicht
mit einem Farbenband.
Im Herzen ist ein Liebeslied
im Einklang mit dem Geist,
der wie ein zarter, feiner Strom
alles Sein umkreist.
Es schwingt die Welt bis hin zum All
im Puls begrenzter Zeit,
und meine Seele fühlt die Kraft
der Liebe Ewigkeit. |
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| Monika Schudel |
| Liebesstrom |
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Es leuchtet uns an jedem Tag,
durchdringt die dunkle Nacht,
selbst in der tiefen Einsamkeit,
berührt es uns ganz sacht.
Es schwingt aus der Unendlichkeit
die Liebe uns ins Herz,
durchströmend unsre Traurigkeit,
die Müdigkeit und Schmerz.
Es fliesst durch aller Leben Zeit,
in jedem Augenblick,
ein Liebesstrom der Schöpferkraft,
Geborgenheit und Glück. |
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| Monika Schudel |
| Du |
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Du bist wie ein Stern am Himmel
dessen Leuchten mich erfüllt,
du bist leises Herzgefühl,
das mich liebevoll umhüllt.
Deine Nähe, deine Ferne
schwingt mit mir in Harmonie,
tief in mir der zarte Gleichklang
einer Liebesmelodie.
Still vereinigt sich im Sein
Zauberhafte Energie,
zwischen dir und meiner Seele
Augenblicke der Magie. |
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| Monika Schudel |
| Tage wie diese |
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Tage wie diese,
von Wärme erfüllt,
sonnendurchflutet,
duftig umhüllt.
Tage wie diese,
lauschend verbracht,
himmelnah weitend,
von Engeln bewacht.
Tage wie diese
beglückender Traum
fliessende Freude
durch Zeit und Raum.
Tage wie diese,
lichtnah und weit,
sehnt sich mein Herz
nach Ewigkeit. |
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| Monika Schudel |
| Lächeln der Nacht |
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Sternenglanz in der Nachtwelt,
Liebesgeflüster im Wind,
leuchtet mir herznah der Mond,
tröstet mein inneres Kind.
Hinter der Dunkelheit leuchtet
ewiges, helles Licht,
das wie ein Urquell der Kraft
aus meiner Seele bricht.
Überall gottnahe Weite,
Liebe, Geborgenheit, Sinn.
Da ist der ewige Geist,
aus dessen Lächeln ich bin. |
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| Monika Schudel |
| Übergang |
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Silbern glänzt das feine Haar,
Falten prägen das Gesicht,
aus den weisen, alten Augen
strahlt ein wunderbares Licht.
Die Erinnerungen glänzen
Edelsteingirlanden gleich,
und Momente der Erfüllung
machen dieses Alter reich.
Wie ein Herbstblatt in der Sonne,
leuchtet golden, mehr und mehr,
jener Übergang der Seele,
flügelleicht und nicht mehr schwer.
Während alles Dasein endet
und der Herzschlag stille steht,
wartet schon ein lieber Engel,
der erleuchtend mit uns geht.
In der Tiefe jener Himmel
strahlt Gott seinen Segen aus,
und geleitet unsre Seele
liebevoll und still nach Haus. |
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| Monika Schudel |
| September |
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Im Glitzerlicht des frühen Morgens
sprüht farbenfroh ein Baum,
auf jedem Blatt glänzt silberfein
ein früher Nebeltraum.
Noch ist der Herbstwind still und sanft,
streicht zart durchs Blätterkleid,
und zaubert buntes Farbenspiel
in die Septemberzeit.
Ein letzter Gruss, so scheint es mir,
fliesst lächelnd durchs Geäst,
bevor der kalte Nebelwind
die Blätter fallen lässt. |
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| Monika Schudel |
| Mohnfeld im Licht |
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Durch Sommerwinde sanft geküsst
erstrahlt ein rotes Blütenmeer,
wie seidenes Chiffonpapier
entfaltet es sich mehr und mehr.
In zarten Blumen strahlt das Licht,
wie Elfen, die durch Träume gehn,
und wer vorbeigeht kann ein Lächeln
im Schimmern dieser Blüten sehn.
Es flattern feine, rote Wunder
nur einen kurzen Augenblick,
dann fliegen sie im Tanz des Windes
vergnügt ins Himmelslicht zurück. |
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| Monika Schudel |
| Grashalm |
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Bin nur ein Grashalm unter Sternen,
unscheinbar und klein,
doch mag ich gerne Teil vom Grün
der weiten Felder sein.
Wenn mich ein sanfter Wind bewegt,
werd' ich zum Flötenklang,
dann steigt aus Tausenden von Gräsern
froher Lobgesang.
Selbst in der Nacht bleib ich nicht stumm,
bin raunendes Gebet,
das mit dem Dunst von Wald und Wiesen
zum Sternenhimmel schwebt.
Mutter Erde lächelt dann still,
der grosse Geist hört zu,
und durch die Atmosphäre schwingt
geheimnisvolle Ruh'. |
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| Monika Schudel |
| Ausgleich |
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Raue Stellen der alten Seele
mit Liebe sanft berührt,
Lichter aus warmem Mitgefühl
zu ihren Räumen geführt.
Zartes Streicheln über das Gestern,
erlösten den tiefen Schmerz,
Zärtlichkeit über Narben gelegt,
Hingabe im Herz.
Da atmet die alte Seele auf,
vertieft ihren weisen Gesang,
und wiegt ihre schicksalsgeprägten Spuren
mit uns im gleichen Klang. |
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| Monika Schudel |
| Eisblumen |
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Aus eisiger Kälte schwebte ein Lächeln,
berührt vom Frost der Nacht,
zog weisse Schleier übers Land,
glitzerte ganz sacht.
An meinem Fenster machte es Halt,
blieb ein wenig steh'n,
und liess mich seine berührende Liebe
wie Wunderblumen seh'n.
Seither beflügelt mich dies Lächeln
in kalter Winterzeit,
zaubert Blumen in meine Stille
und Licht in die Dunkelheit. |
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| Monika Schudel |
| Abschied |
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Dein liebes Gesicht noch einmal berühren,
lauschen der Stimme Klang.
Dein Herz erfühlen in seiner Tiefe,
mein eigenes so bang.
Ein letztes Mal zusammen lächeln,
durch fliessende Tränen seh'n.
Mit trüben Augen durch Blumenfelder,
tapfer und mutig geh'n.
Du, mit dem Blick dem Himmel schon nah,
erahnend der Engel Licht.
Ich, im Schmerz versunken, hilflos,
bis dass das Herz mir bricht.
Warte, es ist doch noch viel zu früh,
geh nicht, so schreit es aus mir.
Unsere Hände halten sich fest,
verbunden auf ewig sind wir.
Ein Lächeln spielt um deinen Mund,
vielleicht ein letzter Traum,
wo unsere Tränen zu Silber verschmelzen
wie perlende Lichter im Raum. |
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| Monika Schudel |
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