Samkins Rache

Ich heiße Samkin. Ich bin tiefschwarz. Früher was ich schwer, aber seitdem ich in den Wäldern lebe, bin ich mager geworden. Die Tigerkatze drüben auf der Hollow Oak Farm hat mich vor ein paar Nächten verhöhnt, weil ich nur aus Haut und Knochen bestehe. Die hat gut reden; sie bekommt täglich etwas zu futtern und kann jede Nacht bei der warmen Asche des Herdfeuers schlafen. Aber ich überlebe. Ich kann bloß nicht mehr so schnell zupacken wie früher. Es gab eine Zeit, da schoss ich einen Baum hinauf und fing eine Drossel, ehe sie die Flügel spreizen konnte. Jetzt muss ich hart arbeiten, um ein junges Kaninchen zu fangen. Un die Tage werden kälter. Manchmal, wenn ich nachts zusammengerollt im Heidekraut liege, träume ich, ich sei wieder in Mistress Martens kleinem Haus und schnurrte pflichtschuldigst auf dem Schoß der alten Frau, die mir Geschichten aus ihrer Jugend erzählt.


Ich mochte sie von dem Augenblick an, da sie mich aus dem Wurf des Müllers auslas. Sie war einsam und sprach viel mit mir; darum verstehe ich ziemlich gut, was die Menschen sagen. Sie gab mir regelmäßig zu essen, und sie war auch gut zu anderen Tieren. Im Winter streute sie den Vögeln Brosamen - bis sie sah, wie ich die Vögel belauerte, einfach so zum Spaß.


Meine Meisterin wusste Kräuter so zu mischen, dass sie Krankheiten heilten. Auch wir Katzen wissen ja, an welchen Gräsern wir zu bestimmten Zeiten nagen sollen. Menschen aus dem Dorf kamen zu dem kleinen Haus heraus, um Heilmittel zu holen. "Meine Großmutter lehrte mich, Medizinen und Salben herzustellen", sagte sie jeweils. "Schade, dass ich kein Großkind habe, dem ich die Rezepte weitergeben könnte." Dann sah sie unglücklich aus, wie die Menschen es immer sind, wenn ihre Augen regnen. "Mein Sohn Robin starb an der englischen Krankheit, gleichzeitig mit seinem Vater - mögen sie beide in Frieden ruhen."


Dann und wann folgte ich ihr zu dem großen Haus, das sie Kirche nennen. Im Garten wuchsen Steinkreuze. Sie legte Blumen auf zwei Erdhügel und redete leise, obschon ich niemanden sehen konnte. Wenn wir heimkamen, wusste ich, dass sie traurig war, denn sie hatte mehr Zeit für mich als sonst. Nach dem Abendessen saß sie am Feuer und streichelte mich und redete und redete. Manchmal sagte sie: "Wie bin ich doch einfältig. Ich rede mit einer armen stummen Kreatur, die mich nicht verstehen kann." Sie ahnte nicht, dass ich viel von dem, was sie mir sagte, verstand. Die meisten Menschen unterschätzen unsere Intelligenz seit den fernen Tagen, da Katzen und Menschen ihren Vertrag miteinander schlossen: Bewachung der Kornvorräte gegen Obdach und Milch.


Als ich noch ein kleines Kätzchen war, hatte meine Meisterin ein paar Freundinnen - alte Frauen, wie sie selbst -, die sie besuchten und mit ihr eine nach Äpfeln riechende Medizin tranken. Sie lachten viel und kicherten über längst vergangene Dinge. Aber als ich älter wurde, kamen immer weniger, und die Meisterin ging dafür öfter in den Kirchgarten. In den letzten zwei Jahren kamen keine Freundinnen mehr. Nur junge   Mädchen klopften noch nachts an und wünschten einen "Liebstrank", oder eine Mutter suchte Heilsalbe für ihr Kind. Und auch solchen Besuche wurden immer seltener.

 

"Ich brauche ein Mittel gegen Fieber, Mistress Marten" sagte eine der allerletzen Besucherinnen. "Aber sagen sie bitte niemand, dass ich ihre Medizin nehme, sonst ergeht es mir schlecht im Dorf."


"Wieso?" fragte meine Meisterin. "Seit Jahren kommt das Dorf zu mir."


"Es ist wegen dem Pfarrer. Er verkündet unentwegt, was gut ist und was böse. Er redet nur von Sünde, Höllenfeuer und Gottes Zorn. Von der Kanzel herab sagt er, Kräuter seien des Teufels, und nur Gebete könnten heilen. Aber ich habe gebetet, und meinem Mann geht es trotzdem nicht besser,"


"Er ist jung und aus der Stadt", sagte meine Meisterin. "Mit der Zeit wird er sich an uns Landleute gewöhnen. Der alte Pfarrer - Gott hab' ihn selig - kam zu mir, wenn er ein Abführmittel brauchte, und vom Teufel war da nie die Rede."

 

Bald nachher gab es Streit zwischen meiner Meisterin und Timothy Wandyke, dem die Wiese neben unserem Haus gehörte; das war der Anfang des Verhängnisses.


Ich erwachte, wie ich noch weiß, an diesem Morgen früh und sah, wie meine Meisterin ihren Umhang über die Schultern zog. "Kommst du mit Samkin?" fragte sie. "Es ist ein schöner Morgen, um taufrische Kräuter zu sammeln." Ich entrollte mich in meiner Strohkiste am Herd und beschloss, mitzugehen. Vielleicht kreuzte eine Wühl- oder eine Feldmaus meinem Weg. Überhaupt ging ich gern hinter ihr, während sie zu mir sprach. Wie die meisten Katzen habe ich nichts gegen die Aufmerksamkeit der Menschen, selbst wenn sie nur im Klang einer Stimme besteht. Wir machten uns auf den Weg, den Hecken entlang, und bald hatte meine Meisterin ihren Korb mit Pflanzen gefüllt. "Hier ist Sauerklee, Samkin", sagte sie. "Er ist gut fürs Herz. Und hier wilder Borretsch. Schau Samkin, seine Blüten sind wie kleine Sterne. Man kann eine Salbe gegen Runzeln draus machen. Und das ist Eisenhut, den brauchen wir nicht ..." So plauderte sie, und ich wälzte mich vor Entzücken über die Düfte,die aus ihrem Korb ströhmten.

 

"Was tun sie auf meiner Wiese Mistress Marten?" Die unerwartete Stimme bebte vor Zorn, so dass ich schnell in die Hecke schlüpfte. Meine Meisterin richtete sich auf, die Hände voller Grünzeug. Hinter ihr stand ein gedrungener Mann, den ich als Timothy Wandyke kannte.


"Je, Tim, du bist an diesem schönen Morgen voll Wut und Zorn!"


"Gewiss, wenn ich ein böses Weibsbild auf meinem Land sehe, gegen das der Pfarrer predigt."


"Aber Tim, seit vielen Jahren hat mir dein Vater erlaubt, auf dieser Weide Kräuter zu sammeln."


"Mein Vater ist ein törrichter alter Mann und ich leiste keine Hilfe bei Teufelswerk. Also verschwinde!"


"Timothy Wandyke, was für einen Schaden habe ich angerichtet? Als du klein warst und Keuchhusten hattest, habe ich dich geheilt. Bist du vielleicht böse, weil ich dir meinen kleinen Obstgarten nicht verkaufen will?"


Einen Moment wusste der große Mann nichts zu sagen. Dann nahm er ihr den Korb weg und streute die Kräuter auf die Wiese. Meine Meisterin wandte sich ihrem Haus zu und rief: "Samkin, Samkin!" Ich verließ den Schutz der Hecke und folgte ihr, den Schwanz hoch erhoben, um zu zeigen, dass mir der Zorn des Bauers keinen Eindruck machte.


"Und halt auch deinen Höllenfreund fern", schrie er. "Ich dulde hier keine Satansbrut." Er warf seinen Stock, der mich am Hinterbein traf. Ich sprang in die Luft und hinkte dann davon, so schnell ich konnte.


"Wie diesem Geschöpf ergehe es dir selbst", schrie meine Meisterin. "Mögst du nie um ein Heilmittel flehen müssen."


Im Haus schöpfte sie den gelben Rahm von der Milch ab, als Trost für mich, und nahm mich auf ihre Knie. Ich musste schnurren, weil mich mein Knie schmerzte. "Ach Samkin", sagte sie und knetete meine Ohren so, wie ich es gern hatte. "Ach Samkin, ich verstehe die Welt nicht mehr."


Bald verbreitet sich die Nachricht, Timothy Wandyke hinke, seitdem ihn sein Stier mit den Hörnern erwischt habe, und sein jüngstes Kind liege mit Fleckfieber darnieder. Aber seine Frau kam nicht wie früher übers Feld, um ein Heilmittel zu holen. Meine Meisterin, die zusehends gebrechlicher wurde, mied das Dorf. Einmal ging sie doch mit Blumen die Gasse hinunter zum Kirchgarten. Als sie zum Tor kam, riefen ein paar Burschen ein Wort, das ich nicht kannte. "Hexe!" Ich sollte es noch oft hören. Einer schlug ihr die Blumen aus der Hand, und ein anderer las eben einen Stein auf, als der Lehrer - er war jung und neu im Dorf - herbeieilte und die Burschen vertrieb. Als sie heimkam, hob meine Meisterin mich auf, und ich fühlte, dass ihr Herz flatterte wie ein junger Vogel, den man im Mund trägt. "Ach, schwarzer Samkin, in der ganzen Welt bist du das einzige, das mir bleibt", flüsterte sie. Ich wollte ihr helfen, indem ich die Pfoten gegen sie stieß, aber über ihre Schulter hinweg sah ich, wie sich etwas am Fenster bewegte. Gegen das Sonnenlicht hatte sich ein menschlicher Kopf abgezeichnet, der plötzlich verschwand. Mir schwante, es würde bald etwas Grässliches passieren. Obschon ich mir einbilde, ich verstünde Menschen ebensogut wie jede andere Katze - vielleicht sogar besser, denn ich bin ausnehmend intelligent - hatte ich keine Ahnung, was dies sein würde, und ich verstand es auch nicht, als es uns tatsächlich überfiel. Es war Menschenzeug, und ich kann nur erzählen,was geschah.


Am nächsten Morgen saß ich in meinem Hinterhalt in den süßduftenden Büschen, als Menschen den Weg heraufkamen und mein Schwanz bei ihrem Anblick zu kribbeln begann. Da war der Pfarrer, und neben ihm hinkte Timothy Wandyke, und da war noch ein Fremder mit dehr großen, dunklen Augen, Fell auf seinem Kinn und Haar, das unter einem hohen Hut hervor auf die Schultern fiel. Er trug einen schwarzen Mantel über dem schwarzen Wams und Hosen, und seine Reitstiefel waren aus weichem Leder und hatten Sporen dran. In der Hand trug er einen langen Stab. Hinter ihm kam ein Mensch mit einem Fuchsgesicht, und eine Frau, die wie ein Mann ausschritt. Eine Gruppe von Dorfbewohnern folgte etwas weiter zurück; sie stießen einander an und zeigten auf die Fremden. Sie hielten vor unserem Haus und warteten. Der Pfarrer redete so aufgeregt mit dem Mann in Schwarz, dass Speicheltropfen auf seinem Kinn glitzerten. Aus der entgegengesetzten Richtung kam das Klappern von Pferdehufen, und heran ritt der rotgesichtige Richter, der nur glücklich war, wenn er über die Felder galoppieren konnte. Jetzt schaute er drein, als wäre er lieber weit weg. Ich hatte am Morgen Menschen gesehen, die zur Jagd ritten, und ich nahm an, er wäre lieber bei ihnen gewesen. "Nun, Pfarrer" sagte er, "was soll dieser verdammte Unsinn?" "Ich wollte beim sanften Jesus, es wäre Unsinn, Sir Richard. aber unser Seelenheil ist in Gefahr, und da habe ich in meiner Not den General-Hexenjäger gerufen." Der Mann in Schwarz verbeugte sich. "Matthew Hopkins, mit Verlaub", sagte er. "Und dies ist mein ergebener Assistent John Stearne und meine Stecherin Goody Phillips. Um des Anstands willen wird sie es sein, die an geheimen Stellen der angeklagten Frau nach Hexenmalen suchen wird." Der Richter murmelte etwas von "verfluchten Puritanern" und stieg ab. "Scheint mir immer noch der reine Unsinn", sagte er. "Die alte Dame ist ein wenig wunderlich, aber in ihrem Alter geht es uns allen so." "Sie würden anders reden wenn sie verhext worden wären und ihr Kind im kalten Grab läge", begann Timothy Wandyke zornig, aber der Pfarrer gebot ihm zu schweigen. "Du wirst später Gelegenheit haben ..." "Ich nehme an, Sir Richard, dass Sie an der Existenz von Teufelsjüngern nicht zweifeln", unterbrach den Mann in Schwarz. "Sonst leugnen Sie auch die Existenz des Teufels und damit notwendigerweise die Existenz Gottes." "Keine Gotteslästerung beabsichtigt", sagte der Richter eilig. "Wieviel kostet der Mummenschatz die Gemeinde?" "Sir, meine Ansätze sind bescheiden", antwortete der Mann in Schwarz mit zornig blitzenden Augen. "Der Besuch eines Dorfes kostet zwanzig Schilling, woraus ich meine Spesen und die meiner Begleiter samt dreier Pferde bezahlen muss. Und für jede Überführung bekomme ich weitere zwanzig Schilling." "Ja, ich habe gehört, Sie hätten in Stowmarket dreiundzwanzig Pfund verdient." "Stowmarket war bös verseucht. Aber mein Vater war Priester und ich bin glücklich, auf meine Weise die Arbeit des Herrn zu tun." "Dann vorwärts mit der Arbeit die Herren." Der Pfarrer hämmerte an unsere Türe und schrie: "Mistress Marten, im Namen Gottes gebiete ich Ihnen, die Tür zu öffnen." Langsam ging die Tür auf und sie gingen hinein. Während die Dorfbewohner sich an der Schwelle drängten, kletterte ich zum kleinen Fenster in der Rückwand hinauf. So konnte ich durch einen Spalt in der der Tür der Speisekammer zuschauen.


Meine Meisterin war weiß wie Milch und setzte sich an ihren Stuhl am Feuer. Der Mann in Schwarz, Stearne und Goody Phillips standen an der Wand, und der Richter entfaltete ein Papier, das ihm der Pfarrer gegeben hatte. "Jane, ich wünsche bei Gott, ich müsste dir das nicht vorlesen", sagte er. "Aber es ist meine gesetzliche Pflicht, und ich verspreche dir, dass das Verfahren gesetzestreu sein wird. Du wirst folgender Dinge angeklagt:


"Erstens, dass du Zaubertränke gebraut hast. Zweitens, dass du mit Teufelskünsten Krankheiten geheilt hast, was sich am Jüngsten Tag zeigen wird, wenn die so geheilten Teile der Wiederauferstandenen verfaulen werden." Der Richter schaute den Pfarrer ungläubig an, aber der nickte und sagte: "Das lehrt die Kirche." "Drittens haben Zeugen gesehen, wie du auf dem Kirchhof mit den Toten sprachst. Viertens sollst du Timothy Wandyke verhext haben, so dass er lahm wurde und sein Kind an einer Krankheit starb." Ich verstand nicht alles Aufgezählte, aber als mein Name fiel, spitzte ich die Ohren. "Schließlich, Mistress Jane, hast du einen Höllendiener in Form einer schwarzen Katze, die du Samkin nennst und die du an einer Teufelszitze säugst. Wenn du diese Anklagen nicht widerlegen kannst, bleibt mir nichts anderes übrig, als Matthew Hopkins, dem General-Hexenjäger, zu erlauben, dich auf Unschuld und Schuld zu prüfen. Was sagst du dazu?" Als der Richter das Papier verlas, hatte meine Meisterin den Kopf in den Händen vergraben, und ich sah am Zucken ihrer Schultern, dass sie in ihrem Gesicht Regen machte. Aber jetzt schaute sie die Leute an. "Unwahr - es ist alles unwahr", sagte sie leise. "Ihr alle wisst, dass ich Kräutertränke gemacht habe wie meine Mutter vor mir, und niemand hat je etwas dagegen gesagt. Denkt, wie oft sie geheilt haben. Warum sollte ich Schlud sein, dass Tim Wandyke einen Stier hat, der wild war, seitdem er den alten Joseph, den Kuhhirten, auf die Hörner nahm. Ebensowenig kann ich für den Tod seiner Emily; ich hätte sie, hätte man mich geholt, vielleicht heilen können. Und warum nennt ihr mich Hexe, jetzt da ich alt bin und mit niemandem mehr sprechen kann außer mit meiner Katze."


"Ah", sagte der Mann in Schwarz lächelnd. "Du gibst zu, dass du mit deinem Höllendiener sprichst."


Meine Meisterin wurde verwirrt, als er sie mit Fragen zu bedrängen anfing. Als sie ihm nicht mehr antworten konnte, schauten der Pfarrer und Stearne sich an, als freuten sie sich, und Goody Phillips rieb sich auf dem Rücken die Hände. Die Dorfbewohner hörten mit offenem Mund zu, und immer wenn der Mann in Schwarz Atem holte, schrien sie "Ah", als ob sie alles längst gewusst hätten.


Schließlich wandte sich der Mann in Schwarz an den Richter und den Pfarrer und sagte: "Meine Herren, ich erkläre, dass genügend Gründe für eine genaue Untersuchung vorliegen, und wenn sich erweist, dass diese Frau einen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist, soll sie nach dem Gesetzt verurteilt werden ..."


"Sie erzählen dummes Zeug", sagte eine neue Stimme, und alle drehten sich um, als sich der Lehrer Eingang verschaffte. "Mistress Marten hat über sechzig Jahre in diesem Dorf gelebt, und wem hat sie Schaden zugefügt - und wem hat sie mit ihren Kräutersalben nicht geholfen? Was soll sie denn verbrochen haben, frage ich? Dass sie mit ihrer Katze spricht! Aber ist das so ungwöhnlich? Sir Richard, richten Sie keine Worte an Ihr Jagdpferd oder den Hund"

Der Richter schlug mit der Peitsche gegen die Stiefel. "Schulmeister, ich bin ein einfacher Mensch, und dies hier geht über meinen Horizont. Aber um ehrlich zu sein: Natürlich spreche ich bei der Jagd anfeuernde Worte zu Caesar ..."


"Die Heilige Schrift sagt: "Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen" Exodus 22, Vers 18", schrie der Pfarrer.


"Mir scheint, Sie lieben besonders das Alte Testament", sagte der Lehrer. "Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass unser Erlöser verlangt hätte, alte, töricht gewordene Frauen hinzurichten ..."


Die Dorfbewohner fingen an die Streitenden anzufeuern, so wie sie es tun, wenn sie einen Hahnenkampf verfolgen. Da erhob der Mann in Schwarz beide Arme und sagte gebietrisch: "Schluss mit Diskutieren. Goody Phillips, fang mit der Untersuchung an."


Die große Frau zog meine Meisterin auf die Füße. "Öffne dein Gewand", sagte sie.


Meine Meisterin verstand sie wohl nicht, und Goody Phllips zerriss ihr Kleid, so dass sie im Hemd dastand. Dies zog Goody herunter, worauf die Meisterin bis zum Gürtel entblößt dastand und an der Tür Gelächter ertönte.


"Hat man je schon so lange Zitzen gesehen."


"Da hat man etwas Schweres dran gehangen"


"Der alte Nick wahrscheinlich."


Meine Meisterin versuchte die Hände über der Brust zu kreuzen, und ihr Gesicht hatte wieder Farbe bekommen.


Der Mann in Schwarz wollte Goody eine lange Nadel geben. "Stechen ist nicht nötig, Master Hopkins", sagte sie und zwang die Arme der Meisterin hoch. "Da", schrie sie, "das Hexenmal!" Und mit einer Hand deutete sie auf etwas an ihrer Seite, dass die Menschen Warze nennen.


Ein erschrecktes Murmeln kam von den Dorfbewohnern, doch nun trat der Lehrer vor. "Bei Gott", rief er, "wir sind doch im siebzehnten Jahrhundert! Wer von Euch hat keine Warzen oder Knoten, und seid Ihr deswegen alle Hexen?"


"Goody hat soviel Erfahrung, dass sie eine Warze und eine Teufelszitze voneinander unterscheiden kann", sagte der Mann in Schwarz.


"Keine Veruteilung ohne Geständnis", murmelte der Richter.


"Sir, bevor ich Hexenjäger wurde, habe ich in Ipswich die Rechte studiert", sagte der Mann in Schwarz. "Es wird eine weitere Untersuchung geben, denn ich bin fair. Und wenn wir sicher sind, gibt es ohne Zweifel auch ein Geständnis. Führt uns bitte zum Mühleteich."


Goody Phillips und Stearne zerrten meine Meisterin aus dem Haus. Das ganze Dorf war draußen, und alle machten sich auf den Weg zur Mühle, singend und lachend, als gingen sie an die Kirchweih. Ich ging jenseits des Grabens mit und sah, wie oft meine Meisterin stolperte.Mit brüchiger Stimme bat sie Goody Phillips um eine Pause.


"Lasst sie verschnaufen und bedeckt ihre Blöße", sagte der Richter. "Ich bin sicher, in ein paar Minuten ist der Mühleteich immer noch da."


Meine Meisterin saß auf der Böschung und rang nach Atem, während der Lehrer zum Haus zurückrannte und eine Decke holte, die er um sie legte. Die Dorfbewohner ließen Bier aus der Schenke kommen.


Ich kroch durch das Gras, so nahe ich es wagen konnte, und die Meisterin sah mich. "Samkin", schrie sie. "Lauf fort, Samkin!" Ich verschwand in den Büschen, und Rufe erhoben sich: "Sie ruft ihren Gehilfen!"


"Ich habe ihn gesehen", kreischte eine Frau, und wies mit dem Kinn in die falsche Richtung. "Er hatte Augen wie Kohlen, zwei Köpfe und den Teufelshuf."


Die Leute wichen zurück. Ein paar junge Mädchen zeigten auf einen Baum und schworen, sie sähen auf dem obersten Ast ein Wesen mit Fledermausflügeln.


"Schluss mit dem Unsinn", knurrte der Richter. "Bringen wir diese missliche Sache hinter uns."

 

Am Mühleteich erklärte der Mann in Schwarz: "Wenn Mistress Marten schuldig ist, wird das Wasser sie nicht aufnehmen; sie bleibt oben. Wenn sie unschuldig ist, wird sie wie jedes andere Gotteskind versinken, und wir retten sie mit Seilen."


Goody Phillips befahl meiner Meisterin, sich am Ufer niederzulegen, und Stearne band ihre großen Zehen mit Schnur an ihre Daumen. Dann schlang er zwei Seile um ihre Mitte. Der Mann in Schwarz hielt das eine Seil fest, und Stearne zog sie mit dem anderen ins Wasser. Einen Augenblick lang versank sie, aber dann kam sie wieder an die Oberfläche, Schlamm im Haar.


"Sie schwimmt", riefen alle. Sie versank tatsächlich nicht, aber ich glaube, das lag an der Art, wie die beiden Männer die Seile hielten.


"Sie ist schuldig, wie in King James' Buch über Hexerei geschrieben", sagte der Pfarrer.


Meine Meisterin wurde ins Dorf zurückgeschleppt, und dort gingen alle in die große Kornhalle. Ich kannte sie gut, denn ich hatte dort zwischen den Kornsäcken manche Ratte gefangen. So war es nicht schwer für mich, durch eine geheime Lücke zwischen den Dachbalken auf die Galerie zu klettern, wo ich alles von oben sah. Meine Meisterin saß allein an einem Ende der Halle; ihr armer alter Körper zitterte im nassen Hemd. Die Menschen standen dicht gedrängt auf der anderen Seite. In der Mitte saß der Richter an einem Tisch. Er hatte ein Buch vor sich liegen und hielt einen Federkiel, mit dem er zuweilen in seinen Zähnen stocherte.


"Mistress Marten", sagte er ruhig. "Ich fordere Sie auf, sich zum Verbrechen der Hexerei zu bekennen und uns zu Protokollzu geben, welcher Natur Ihr Pakt mit Luzifer ist."


"Ich habe nichts zu gestehen", brachte meine Meisterin mühsam hervor. "Wem habe ich ein Leid zugefügt?"


"Mir und den Meinen", schrie Timothy Wandyke. "Sie sandten ihren Diener - Sumpkin oder wie er heißt - aus, um mein Kind zu vergiften ..." "Und sie war es, die mein Haferfeld mit Mehltau überzogen hat", rief ein anderer Bauer.


"Nur einer aufs mal", sagte der Richter. "Du zuerst, Bauer Wandyke. Und sprich langsam, ich kann nicht so schnell schreiben."


Timothy Wandyke erzählte, wie er meine Meisterin mit ihrem Gehilfen auf seiner Wiese angetroffen habe, als sie Kräuter für ihre Zauberei sammelte, und wie sie ihn verflucht hatte, so dass er lahm wurde.


Mich fiel in meinem Versteck unwiderstehliches Gähnen an, als nach ihm alle anderen kamen, die etwas über meine Meisterin zu erzählen wustten. Sogar ein junges Mädchen, dass sich bei uns erst vor wenigen Tagen einen Liebestrank geholt hatte, beschrieb, wie die Meisterin mit mir gesprochen und wie ich ihr geantwortet hatte. Natürlich sagte ich oft "Miau" zu ihr, und ich verstand nicht, warum davon soviel Aufhebens gemacht wurde.


Ich leckte meinen Pelz und döste, bis ich von der zornigen Stimme des Lehrers geweckt wurde, der verlangte, man solle meine Meisterin freilassen.


"Es liegt kein Geständnisvor", schrie er.


"Das kommt schon noch", sagte der Mann in Schwarz.


"Ja, wenn ihr sie lange genug quält", sagte der Lehrer. "Aber soviel ich weiß, Herr Hexenjäger, gibt es noch eine andere Probe, die man für untrüglich hält und die vom Gesetz für schlüssig befunden wird. Wenn sie wirklich an die Macht des Bösen glauben, müssen sie diese Probe als verbindlich anerkennen." "Was für eine Probe ist das?"


"Man hat in Hexenprozessen festgestellt, dass ein Teufelsgehilfe stets zur Hexe zurückkehrt, die ihn säugt, selbst wenn sie in einem Raum eingeschlossen ist, den kein lebendes Wesen betreten kann. Behalten wir also Mistress Marten hier, verschließen wir alle Eingänge und sehen wir dann zu, ob ihr Diener bei ihr erscheint.Wenn das nicht der Fall ist, sage ich, soll sie freigelassen werden."


"Sind Sie einverstanden, Master Hopkins?", fragte der Richter und lächelte zum ersten Mal.


Der Mann in Schwarz beriet sich flüsternd mit Stearne und nickte dann.


"Wer will kann hierbleiben und wachen", sagte der Richter. "Ich komme nach dem Frühstück wieder."


"Durchsucht die Halle, damit wir sicher sind, dass kein Lebewesen drin ist", sagte der Pfarrer, als der Richter in der Dämmerung verschwand.

 

Die Dorfbewohner machten sich an den Türen zu schaffen, schlossen sie und kontrollierten alle Fensterläden. Viele schwankten, wie das Menschen tun, die etwas getrunken haben, das sie Bier nennen. Als sie zur Galerie kamen, war es für mich ein Leichtes, mich zu verstecken - eine schwarze Katze ist in der Dunkelheit schwer zu sehen.


Die Meisterin saß am Tisch in der Mitte der Halle, bei einer Lampe, und der Pfarrer kniete vor ihr, presste seine Hände zusammen und sprach sehr laut mit jemand, den er "O Herr" nannte. Meine Meisterin stöhnte vor sich hin, und von Zeit zu Zeit packte Stearne sie an den schultern und sagte: "Gesteh und mach es uns allen leichter; am Schluss kommt's doch aufs selbe hinaus." Sie schüttelte nur den Kopf.


Ach, wie ich wünschte, wir wären in unserem kleinen Haus und die Meisterin schöpfte für mich Rahm von der Milch. Aber ich wusste - Katzen wissen solche Dinge - dass diese glücklichen Abende nie mehr wiederkehren würden. Allerdings kann auch eine Katze den Lauf des Schicksals nicht ändern und so döste ich in meinem Versteck wieder ein. Ich erwachte, weil ich Weinen hörte. Ich reckte mich, schlich die Treppen hinunter und sprang auf den Schoß meiner Meisterin, schnurrend und mit den Pfoten gegen ihren Leib tretend.


"Samkin!"


Ich antwortete mit einem lauten "Miau".


"Jesus Christus, rette unsere Seelen!"


Ich drehte den Kopf und sah, wie die Menschen erwachten und auf die Füße sprangen.


"Ihre Schuld ist erwiesen", schrie der Mann in Schwarz. "Ihr Gehilfe hat sich gezeigt."


"Ich treibe dich aus, Satansgeschöpf", intonierte der Pfarrer.


"Verschwinde schrecklicher Dämon, an deinen dir zugeteilten Platz und kehre nicht wieder, die Diener des Allmächtigen Gottes zu plagen."


Erschreckt sprang ich auf den Tisch und warf die Lampe um, so das es dunkel in der Halle wurde. Die Nacht ist die Freundin der Katzen, und während ich hörte, wie Funken geschlagen wurden, rannte ich die Treppe hoch.


"Samkin ist gekommen und gegangen, wir alle können es bezeugen", sagte der Mann in Schwarz, als die Lampe wieder wieder brannte.


"Erleichtere dein Gewissen und gesteh!"


Goody Phillips und Stearne packten meine Meisterin bei den Armen und liefen hin und her mit ihr. Dabei wurde sie von den Füßen gerissen, und so schleppten sie sie hin und her wie Müller einen Kornsack. Hin und her, hin und her, bis sie sagte, was sie wollten.


"Hast du Mater Timothy verhext, so dass er lahmgeht?" fragte der Mann in Schwarz.


"Was ihr wollt ... Aber lasst mich in Ruhe."


"Hast du Samkin ausgesandt, damit er das Kind Emily vergifte? Das leugnest du nicht?"


Ein Seufzer entrang sich den Zuschauern, als meine Meisterin den Kopf sinken ließ.


Ich verließ die Halle durch ein Geheimloch unterm Dach und ging zu unserem Haus. Im Mondlicht sah ich die Tür offenstehen; die kleinen Fenster, aus denen ich als Junges geschaut hatte, waren zerbrochen, und innen war das Haus leergeräumt. Es war nichts zu essen da, und ich wusste, von jetzt an würde ich mich von meiner Jagdbeute ernähren müssen.

 

Bald nach der Morgendämmerung erwachte ich in einem Straßengraben. Nicht Vogelgesang hatte mich geweckt, sondern das Trampeln von Stiefeln auf der frostharten Straße. Durch Büschel von Weiderich sah ich eine Prozession von Dorfbewohnern. Meine Meisterin stolperte zwischen Stearne und Goody Phillips einher; der Pfarrer und der Mann in Schwarz gingen hinter dem Pferd des Richters.


Ich lief hinter den Hecken mit, bis wir zur Wegkreuzung kamen, auf der ein Pfahl errichtet worden war, umgeben von aufgeschichtetem Stroh, Reisig und Scheitern. Meine Meisterin erschauerte, als der Schmied sie an den Pfahl kettete.


Auf seinem Pferd entrollte der Richter ein Papier und las mit setsam zittriger Stimme: "Mistress Marten, du hast gestanden, der Hexerei schuldig zu sein. Du hast auch gestanden, Emily Wandyke durch Zauberkünste vergiftet zu haben. Deshalb, nach dem Gesetz unseres Landes, wirst du durch Feuer hingerichtet, nicht wegen der Hexerei, die in England, anders als in papistischen Ländern, nicht mit dem Tode bestraft wird, sondern als Giftmischerin, was - abgesehen von Hochverrat - mit Recht als größtes Verbrechen angesehen wird und worauf der Feuertod steht. Deshalb genehmige ich deine Strafe ..." Er rollte das Papier zusammen und schaute auf den Pfarrer und den Mann in Schwarz hinunter. "Nun tut, was ihr müsst." Und er galoppierte über die Felder davon.


"Ich möchte eines sagen, ehe diese gesetzliche Hinrichtung ausgeführt wird", sagte der Mann in Schwarz. "Nach meiner Erfahrung gibt es, wenn eine Hexe gefunden wird, noch andere in der Nähe. Hexen schließen Bünde und beten ihren Meister auf Kirchhöfen und in Druidenringen an. Und ich rieche, dass es hier noch mehr Böses gibt." Die Leute ließen ein ängstliches Murmeln hören. "Meine Gehilfen und ich werden deshalb auf eigenen Kosten hierbeleiben, bis alle Hexen gefunden sind. Und glaubt nicht, dass sie alle Frauen sind wie Mistress Marten. Hexerei gibt es bei beiden Geschlechtern und in allen Ständen. Ihr habt wohl gehört, dass ich in Brandeston das Geständnis von John Lowes erwirkte, eines Geistlichen der einen Teufelsdiener aussandte, um ein Schiff zu versenken. Seid auf der Hut, und wenn ihr bei euren Nachbarn etwas Merkwürdiges seht, lasst es mich heimlich wissen."


Er trat zurück, worauf sich der Pfarrer zum Holzstoß begab, auf dem meine Meisterin angebunden stand. "Ich gebe dir die letzte Gelegenheit zu bereuen", sagte er und hielt sein schwarzes Buch hoch. "Ich friere", sagte die Meisterin. "Gebt mir doch bitte ein wenig Wärme und lasst mich heimgehen. Samkin soll seine Milch bekommen."


Einige lachten, und dann schien sich die Welt mit Schweigen auszufüllen, als der Schmied das Stroh zu Füßen meiner Meisterin entzündete. Sie beugte sich vor und hielt die Hände über die Flamme. "Danke, guter Herr", sagte sie.


Der Schmied entzündete mit seiner Fackel alle Strohbündel rundherum und trat zurück, als das Feuer um meine Meisterin hochschlug, so dass ich nur noch ihren Kopf und die Schutern sehen konnte. ihr Mund war offen, aber ich hörte keinen Ton durch das Röhren der Flammen. Dann lohte ihr Haar auf.

 

Wenn ich nicht mit Jagen beschäftigt war, dachte ich darüber nach, was geschehen war. Mir schien, der Mensch, der für den Tod meiner Meisterin die Schuld trug, sei der Pfarrer. Er war es, der sie schlechtgemacht und den Mann in Schwarz gerufen hatte, der nun im Dorf blieb. Aber auf mir nicht verständliche Weise war offenbar auch ich schuld. Wäre ich in jener Nacht nicht zu ihr gegangen, hätten die Menschen sie vielleicht nicht verbrannt. Sie hatten Angst vor mir gehabt. Ich begriff, dass mir dies Macht verlieh.


An jenem Tag schlich ich in den Kirchhof. Ein paar Leute versenkten eine Kiste in den Boden. Regen glänzte auf ihren Gesichtern, und der Pfarrer las aus einem schwarzen Buch. Ich sprang auf einen der mossbedeckten Steine und schaute ihn mit weit offenen grünen Augen an. Als er sein Buch sinken ließ und seine Stimme erstarb, blickten ihn die Leute erstaunt an. Er fuhr mit der Hand über seine Augen, und als er wieder aufschaute, hatte ich mich hinter einem Stein versteckt.


Von da an sorgte ich dafür, dass ich ihm oft erschien. Einmal ging ich ihm in die Kirche nach, wo er vor einem Tisch mit einem Kreuz drauf vor sich hin murmelte. Ich setzte mich darauf, und als er die Augen öffnete, sah er mich. "Hör auf mich zu verfolgen, Teufelsgeschöpf", schrie er und schaute angstvoll in den Kirchenraum. "Gütiger Herr, wenn das jemand sähe ..."
Er warf das schwarze Buch nach mir.


Als der Tag kam, an dem die Glocken läuten, ging ich zur Kirche, wo die Dorfbewohner versammelt waren, und schlüpfte durch die Seitentüre des Pfarrers hinein. Ich kam in einen kleinen Raum, und da die Tür zum Innern der Kirche etwas offen stand, konnte ich sehen, was dort vorging. Der Pfarrer saß in seinem Stuhl und der Mann in Schwarz sprach zu den Leuten. "Gestern Abend haben wieder zwei die Stichprobe nicht bestanden", sagte er. "Die Nadel drang in ihr Fleisch, ohne dass sie Schmerz fühlten. Sie haben aber noch nicht den Namen des schwarzen Priesters genannt, der ihren Sabbatfeiern vorsteht. Früher oder später werde ich ihn finden, denn ich habe keine Ruhe, ehe das Übel ausgerottet ist." Als er weitersprach, blickten ihn die Kirchgänger mit entsetzten Augen an. Oft rief der Pfarrer mit lauter Stimme "Amen" dazwischen. Da wusste ich genau, was ich tun würde. Ich rannte in die Kirche, hüpfte auf die Knie des Pfarrers und rieb mein Gesicht an dem seinen.


"Samkin!" schrien mehrere Stimmen voller Schrecken.


Der Pfarrer sprang auf die Füße, aber ich hielt mich an seiner Schulter fest und miaute laut.


"Das Teufelsgeschöpft kommt aus der Hölle zurück!" schrie der Mann in Schwarz.


Ich floh zur Tür. Zurückblickend sah ich, wie der Mann in Schwarz mit seinem Stab auf den Pfarrer zeigte. Der Schmied und andere umringten ihn, und Stearne zwinkerte Goody Philllips heimlich zu.

 

Der Pfarrer ist jetzt nicht mehr da. Ich lebe noch immer in den Wäldern.

 

Quelle: Mark Ronson aus "Die Katzenfrau - 12 wundersame Geschichten"

 

 

   

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