Spiel

 

 

 


Spielzeug

 

    

... auch so eine Welt für sich. Da kauft man für teures Geld allen möglichen Krimskrams und Mieze spielt begeistert und ausdauernd mit einem Papierschnipsel oder einem Stück Schnur... Die einfache Erklärung, oft ist das gekaufte Spielzeug zu groß, zu schwer und/oder einem Material, welches der Mieze so ganz und gar nicht zusagt. Schauen Sie sich doch einmal die Beutetiere unserer Mitbewohner an, als da wären Fliegen, Käfer, Mäuse... Soviel zum Thema Größe. Nun zum Material. Katzen sind wie kleine Kinder. Sie stecken alles in den Mund und prüfen es auf seine Beutequalität... Schmecken soll es und es soll sich anfühlen wie eine, na sagen wir 'mal, Maus! Pelzig also... Zum Schluss soll die Beute auch noch in ein Versteck gebracht werden können. Alles was zu sperrig, zu schwer ist, erfüllt diese wichtige Kriterien eindeutig nicht und wird links liegen gelassen. Bei uns haben sich z. B. die kleinen Pelzmäuse bestens bewährt. Es gibt sie in allen möglichen Farben, wobei bei uns eindeutig die braunen bevorzugt werden. Leider werden diese Spielzeuge mit Plastik- oder Filzaugen und -ohren versehen. Manchmal auch mit ebensolchen Schnurrhaaren. Entfernen Sie bitte all dies überflüssige Zeug, denn wenn Sie es nicht tun, wird es Mieze erledigen und eventuell verschlucken ... Der nächste Tierarztbesuch ist schon vorprogrammiert!

Es gibt als Alternative zu den Mäusen kleine fellige Kugeln. Sie rollen schön, schmecken pelzig und lassen sich ebenfalls gut transportieren. Ansonsten immer beliebt sind Spielzeugangeln mit Federn oder kurzen Lederschnüren. Mit ihnen lassen sich vortrefflich Sprungkraft, Wendigkeit, Schnelligkeit und Treffsicherheit "herausfordern" ohne dabei zu riskieren, anschließend mit zerkratzten Armen dazustehen. Noch einmal zu der These "beim Spielzeug sind die Katzen wie kleine Kinder" ... Je mehr Spielzeug herumliegt, desto langweiliger ist es. Also: Wegräumen und nur ab und zu anbieten ist angesagt. Diese einfach Maßnahme erhöht hundertprozentig den Reiz.

 

Extratipp: In eine große Dose getrocknetes Catnip oder Baldrian (was Ihren Fellnasen lieber ist) füllen. Darin Mäuse und anderes kleines Spielzeug einige Zeit "einlegen". Sie werden sehen: DAS macht auch die langweiligste Maus wieder äußerst begehrenswert!

 

Kommen Kartons ins Haus, bitte nicht gleich ins Altpapier geben, sondern den Pelznasen für ein paar Tage zur Verfügung stellen. Sie werden sehen, mit einem Karton werden sich ihre Katzen ausgiebig und begeistert beschäftigen. Erst wird dieses überaus interessante Objekt intensiv beschnüffelt und jede/r erfreut sich an den unterschiedlichsten Duftnoten, dann wird es von innen und außen gewissenhaft unter die Lupe genommen und schlussendlich wird der Innenbereich als ideale Versteckmöglichkeit oder einfach als zusätzlicher Schlafplatz mit Beschlag belegt.

 

Extratipp: Schneiden Sie mit einem Cutter (Teppichmesser) an einer Seite eine Öffnung hinein (Katzen lieben es sich durch enge Öffnung zu quetschen) und klappen Sie die oberen Seitenteile übereinander. So haben die Katzen das Gefühl, von allen Seiten sicher zu sein, können aber durch die locker übereinandergelegten Seitenteile aus dem Karton springen, wenn ihnen danach ist.

Lesen Sie hierzu auch unsere Blogeinträge "Kartons stehen bei uns hoch im Kurs!" und "Kartons sind ja soooo toll!".

 

Übrigens einen ähnlichen Effekt haben Papiertüten. Ein paar Bilder gefällig? Ein Klick genügt. Sollten Sie einen Aktenvernichter Ihr Eigen

nennen, dann können Sie aus den Papierstreifen geschredderter Rechnungen herrliche Sucharreale bilden. Schichten Sie sie zu Haufen auf oder streuen Sie sie flach aus, verstecken Sie dann ein paar Leckerlies und schon kann eine aufregende Suche beginnen. Die Zauberwesen lieben dieses Spiel und beschäftigen sich  stun - den - lang  damit, alle Leckerlies zu finden! Schauen Sie es sich auf diesem Foto an.

 

 

Ein Aquarium stand Pate für eine weitere Spielanregung. Wir haben hierzu ein paar Bilder für Sie und wünschen schon jetzt viel Vergnügen beim Nachbau!

 

Jetzt aber wirklich etwas zum Selbstbasteln. Praktisch alle Katzen lieben es, ihre Pfoten in enge dunkle Löcher und Röhren zu stecken, um nach verborgenen Schätzen (respektive Beute) zu tasten und zu angeln. Als Alternative zu zerbrechlichen Vasen und anderen Gegenständen mit

engen Öffnungen, welche für Katzen gefährlich werden können (z.B. Toaster), haben wir für die Zauberwesen eine Art Schatzinsel gebastelt.

 

Ähnlich spannend sind Fummelrollen für Katzenpfoten. Mit ihnen lässt es sich vortrefflich spielen. Nehmen Sie hierzu die Papprolle vom Küchenpapier oder, für Anfänger- und Babykatzen, die vom Toilettenpapier. Verschließen Sie die offenen Seiten mit Paketklebeband und schneiden Sie mit einem Cutter Dreiecke in die Längsseiten hinein. Die Löcher dürfen dabei nicht zu groß und nicht zu klein werden. Sind sie zu groß, fallen alle Trockenfutter-Bröckchen bei der ersten Bewegung heraus, sind sie zu klein, haben die Miezen keinen Erfolg und wenden sich ab. Schon bald werden Ihre Schnurrer sicher zu wahren Fummelschnurrern! Die Zauberwesen jedenfalls lieben ihre Fummelrollen und beschäftigen sich immer wieder mit großem Vergnügen mit ihnen. Fummelrollen sind aber nicht nur Spielzeug, sie sind auch ganz hervorragende Helfer, wenn man plant den Trockenfutterkonsum seiner Katze zu reduzieren. Muss sie es sich so erarbeiten, frisst sie automatisch weniger. Eine Abwandlung dieser Spielidee ist auf unserem Blog hinterlegt. Klick.

 

Ihr neuestes Spielzeug ist ein Pfotenlabyrinth, kurz Pfolaby. In ihm können sie herrlich herumfummeln und ihre Pfotenfertigkeit verfeinern!

In dieser Bilderserie sind zwei Filme hinterlegt (die Ladezeiten könnten dadurch etwas länger sein). Sammeln Sie an Korken was Sie finden können, besorgen Sie eine stabile Unterlage und kleben Sie die Korken mittels Heißkleber auf sie. Sie können zwischen die Korkenreihen Pappen klemmen, um kleine Tunnel zu imitieren und Sie können Ihrem Pfolaby die Form geben, die Ihnen gefällt. Achten Sie nur darauf, dass die Abstände breit genug für fummelnde Katzenpfoten sind.


Einmal nicht selbst gebastelt, aber von hohem Spaßfaktor. Die Spielschiene aus der Serie Catit® Design Senses. Besonders Shikoba und Gardi lieben sie. Ein Film

 

Sortieren Sie ab und zu Socken und Strümpfe aus, dann behalten Sie die dickeren und basteln eine Raschelraupe. Ihre Fellnasen werden bestimmt begeistert sein. Die Zauberwesen sind es, wie diese Fotos beweisen! Nehmen Sie einen Strumpf, festes Garn und alle möglichen Materialien zum Befüllen: Weiche Plastiktüten, Papier, trockene Erbsen, getr. Kräuter, Katzenminze oder Baldrian (ebenfalls getrocknet). Nehmen Sie, was immer Ihnen einfällt. Befüllen Sie den Strumpf abschnittweise und binden Sie jedes Segment mit dem Garn fest ab. Wenn alles fertig ist, haben Sie eine interessant duftende, knisternde und sich immer wieder unterschiedlich anfühlende Raupe zum 'Befühlen und Bepfoteln' kreiert!

Heben Sie Pappen ab jetzt immer auf, denn mit ihnen lässt sich so manches anstellen. Wir basteln gern kleine Kringel aus Pappstreifen. Sie sind schnell hergestellt, kommen bei den Zauberwesen gut an und wenn sie kaputt sind, macht das überhaupt nichts! Schließlich kosten sie nicht die Welt und sind schnell ersetzt. So wird's gemacht: Schneiden Sie einen Streifen von ca. 1-2 cm, falten Sie das untere Drittel und schneiden Sie mittig in die Falzkante hinein. Nun entfalten Sie den Streifen und stecken das unbeschnittene Ende in den Ritz. Enden noch ein wenig biegen. Fertig.

Beduftet werden können die Kringel mit Baldrian, denn Papier nimmt Düfte gut auf. Legen Sie hierzu einige von ihnen zusammen mit etwas getr. Baldrianwurzel (aus der Apotheke) in ein Glas mit Schraubverschluss. Schon nach kurzer Zeit haben die Kringel den von vielen Katzen so heiß begehrten Duft aufgenommen.

Sie können die Kringel außerdem mit kleinen Federn schmücken und so einen zusätzlichen Spielanreiz schaffen. Löchlein bohren, Federkiel durchstecken. Das war's. Kleine Kordeln tun übrigens den gleichen Dienst.

 

 


Wollknäule werden zwar immer wieder als bei Katzen beliebtes Spielzeug in allen möglichen Medien angezeigt, tatsächlich sind sie aber eher als gefährlich einzustufen! Beim Spiel werden die lose herunterhängenden Fäden oft heruntergeschluckt und können zu schlimmen Magen-Darm-Komplikationen führen! Also, besser Finger weg!

Extratipp: Wer gern handarbeitet und dabei auch Wolle verwendet, kann seine Knäule in einen Strickkorb geben, oder in eine Plastiktüte so einwickeln, dass der Faden noch locker laufen kann.