Wasserleben

 

 

 

 

Was(s)erleben

 

Wasser ist für jedes Lebewesen ein unverzichtbares Elixier und jedes (Menschen-)Kind weiß, dass es trinken muss. Unsere feliden Freunde

sehen das allerdings völlig anders und treiben damit ihre Bauchkrauler manchmal, langsam aber sicher, in die Verzweiflung. Als Nachfahren von Wüstenbewohnern sind sie es gewohnt, lange ohne Wasser auszukommen. Hinzu kommt, dass sie oft nur ein paar Tröpfchen aufnehmen, was

manchen Dosenöffner veranlasst zu behaupten: „Unsere Katze trinkt nicht“.  Besonders bei einer Ernährung mit Trockenfutter muss die Katze

allerdings mehr trinken, als sie es normalerweise tun würde. Um sie dazu zu verleiten, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

 

Frisches Leitungswasser wird von vielen Katzen verschmäht. Sie bevorzugen organisches (lebendiges) Wasser. Zudem verrät ihnen ihre

empfindliche Nase mehr, als wir je erfahren werden. Wer weiß wie unser gutes Trinkwasser auf sie wirkt. Bietet einfach verschiedene Wasserarten an. Sie sind leicht selbst herzustellen und die Schnurrnasen können sich aussuchen, was ihnen am besten mundet.

Da wäre zunächst einmal die Möglichkeit, ein Gefäß (1 - 2 l) mit Wasser zu befüllen, aus dem die Katze trinken kann. Dieses wird ab jetzt nur noch
mit der Wassermenge aufgefüllt, welche die Katze getrunken hat, bzw. welche sich durch Verdunstung verflüchtigt hat. Viele Katzen lieben

abgestandenes Wasser. Statt des Gefäßes können Sie auch einen Zimmerbrunnen aufstellen. Viele Katzen beobachten fasziniert wie das Wasser

über den Quellstein sprudelt und trinken es auch gern. Von Plastiktrinkbrunnen möchten wir allerdings abraten. Stichwort Kinnakne. Hinzu kommt,

dass deren Verarbeitung häufig zu wünschen übrig lässt und die Pumpen viel zu laut laufen. Keramikbrunnen gibt es in allen Größen und Farben.

Mehr dazu am Seitenende.

Regenwasser sammeln. Auf jedem Balkon findet sich sicher eine geeignete Stelle für  einen Auffangbehälter. Regenwasser ist zwar natürlich, Abgase in der Stadtluft aber nicht. Wir bieten es nicht an.

Die einfachste Methode ist die, über jede Portion Nassfutter 1 Esslöffel Wasser zu geben und dieses ein wenig in das Nafu hineinzuarbeiten, damit
es nicht an den Seiten des Napfes "herumschwimmt". Einfach und effektiv, leider aber nicht sehr spannend.

Energetisches Wasser oder auch Heilsteinwasser wird von Katzen sehr gern angenommen. Füllen Sie über Nacht eine Karaffe mit Wasser, legen Sie eine Handvoll gut gewaschener Rohsteine (Rosenquarz, Bergkristall und Amethyst) hinein und füllen Sie am nächsten Tag das Wassernapf mit diesem Wasser. Mit dem Rest können Sie z.B. Ihre Grünlinge beglücken, denn die mögen dieses Wasser ebenfalls, wie wir aus langjähriger Erfahrung wissen. Da die vorgenannten Steine Energie abgeben, müssen sie gelegentlich aufgeladen werden. Entladent und reinigen Sie die Steine 1 - 2 Mal im Monat unter fließendem, lauwarmen Wasser und trocknen Sie sie ab. Tagsüber platzieren Sie den Bergkristall für ein paar Stunden in direktem Sonnenlicht, nachts in einer Kristallgruppe. Amethyst verträgt diese Behandlung nicht. Er möchte sich, wenn vorhanden in einer Amethystdruse, oder alternativ in einer Schale mit Amethysten, "erneuern". Rosenquarz wiederum, lädt sich nur zwischen Bergkristall und Amethyst wieder auf!

Verteilen Sie also mehrere Keramiknäpfe oder -gefäße  im Haus an verschiedenen Plätzen, aber nicht in der Nähe der Katzentoiletten oder der Futternäpfe, und befüllen Sie sie täglich mit Ihren unterschiedlichen Wassersorten. Wassernäpfe sollten nicht neben Futternäpfen platziert werden, da Katzen in freier Natur nicht dort trinken, wo sie fressen. Bevorzugen Sie Näpfe aus Keramik. Manche Glasuren enthalten allerdings Giftstoffe, welche abgegeben werden. Mehr dazu am Seitenende. Plastiknäpfe gelten als  Verursacher der Kinnakne, welcher nur schwer beizukommen ist. Außerdem lassen sie sich wegen ihrer porösen Struktur nur unzureichend reinigen.

Lebendiges Wasser mit Hilfe von Pflanzen zu erstellen ist die vielleicht interessanteste Form und bietet den Schnurrnasen zusätzlich eine Extraportion Abwechslung. Füllen Sie hierzu einen großen Bottich, ein Aquarium, eine Vase (min. 10 l)  oder was Ihnen sonst so einfällt und setzen sie ein paar
(beschwerte) Wasserpflanzen ein. Füllen Sie nun Ihren Miniteich randvoll mit Wasser auf. Innerhalb weniger Tage entsteht so sowohl ein „kleines Miniatur-Biotop“, als auch eine interessante neue Trinkstelle. Aufgefüllt wird nur der verdunstende Wasseranteil.

Wählen Sie für Ihren Miniteich unbedingt einen Platz aus an dem es nichts macht, wenn „geplantscht“ wird, Wasser herumspritzt, oder auch ganze
Wellen überschwappen. Wenn Ihre Katzen Spaß „am Wasser“ haben, wird das passieren! Überlegen Sie daher gut, wie und wo Sie den Platz für
Ihren Miniteich planen, denn ein 10 l-Bassin hat schon ein schönes Eigengewicht . Das rückt man nicht 'mal eben so hin und her. Richten Sie Ihrer
Schnurrnase einen schönen Aussichtsplatz ein, von dem aus sie sowohl das Geschehen auf der Wasseroberfläche beobachten, als auch mit der
Pfote eintauchen bzw. trinken kann. Tipp: Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Miniteich nicht stundenlang intensiver Sonnenbestrahlung ausgesetzt
wird, sonst bilden sich Algen zu stark aus. Im schlimmsten Fall kippt Ihr Teich und Sie können alles komplett entfernen und von vorn beginnen.

 

Natürlich kann man den Teich nicht sich selbst überlassen. Dafür ist er zu klein. Er muss „gehegt und gepflegt“ werden. Fischen Sie daher

regel mäßig abgestorbene und/oder hineingefallene Pflanzenteile heraus. Kontrollieren Sie, ob sich Mulch abgesetzt hat und entfernen Sie diesen. Sie können ihn einfach abkeschern (langsam durchs Wasser gleiten lassen). Reduzieren Sie dabei auch gleich allzu üppigen Pflanzenwuchs.

 

Je nach Wasserzustand wird alle 4-6 Wochen ein Wasserwechsel fällig. Hierzu ein Tipp: Schlauch ins Wasser legen, das freie Ende in den Mund

nehmen und vorsichtig ansaugen. Nicht zu zaghaft, aber auch nicht zu stürmisch, sonst haben Sie den Containerinhalt im Mund. Nur gerade
soweit, dass das Wasser im Schlauch (ca. 2/3) steigt. Das genügt vollkommen. Nehmen Sie dann das Ende aus dem Mund und lassen Sie es dann in einen Eimer gleiten. Haben Sie alles richtig gemacht, läuft das Wasser nun aus dem Miniteich in den Eimer. Ist die gewünschte Menge abgepumpt, können Sie den Schlauch einfach aus dem Teich herausnehmen. Wählen Sie den Schlauchdurchmesser groß genug, können Sie sogar Mulch und kleine Pflanzenteile  absaugen. Gehen Sie dabei mit ein wenig Fingerspitzengefühl vor, damit der Schlauch nicht verstopft. Entfernen Sie nur ca. 2/3 des Wassers, denn so bleibt etwas vom Mikrokosmos übrig, der sich gebildet hat. Nun können Sie mit einer selbstgebauten Mulmglocke, den Kiesgrund reinigen. Füllen Sie Ihr Gefäß dann, nachdem Sie alles was nicht hineingehört entfernt haben, mit frischem Wasser auf.

 

Wenn Sie die Möglichkeit haben eine Brunnenpumpe in Ihren Teich einzusetzen, dann sollten Sie dies unbedingt tun. Durch sie wird die
Wasseroberfläche permanent bewegt. Dies sorgt für eine zusätzliche Bereicherung aller Katzensinne und tut auch dem Wasser und seinen
Bewohnern gut!

 

Was Sie nicht tun sollten: Bitte düngen Sie Ihren Miniteich auf keinen Fall! Die Verkäufer im Aqua-Shop erzählen sicher anderes, aber die wissen
ja auch nicht, dass Ihre süßen Schnurrpelze daraus trinken werden. Pflanzen  wie Wasserpest, Wasserlinse, Büschelfarn, Wassersalat usw.
benötigen keinen Dünger. Sie werden wahrscheinlich eher erleben, dass Sie ständig Pflanzenteile entfernen müssen, weil sie so stark wachsen
und/oder sich vermehren. Wir erleben dies in jedem Jahr.

 

Zum Schluss noch eine kleine Bemerkung von uns über unsere Zauberkater Titus und Mikesch. Die zwei haben sich ihre Trinkplätze ebenfalls
selbst gesucht und uns schon vor über 30 Jahren das entdecken lassen, worüber wir heute geschrieben haben: Titus hat am liebsten aus
einem Brunnen getrunken, dessen Quellstein aus Lava komplett und dicht veralgt war. Mikesch hingegen hat immer nur seine Pfote in eine
zinnerne Blumengießkanne getaucht und anschließend abgeleckt! Die beiden Schnurrpelze sind nie an ihre eigentlichen Wassernäpfe gegangen.

 

 

Nützliche links:

 

Wasserpflanzen


Keramikbrunnen
Wir haben die schönsten hier entdeckt. Kein Wunder, leben die Betreiber doch selbst mit Katzen zusammen*smile*

 

Unser Keramikbrunnen

RainDrop Trinkbrunnen Keramik von PadVital


Glasuren

 

Buchtipps für Miniteiche:

Miniteiche & Brunnen von Andrea Christmann - erschienen bei Ulmer, ISBN 9-783-800-147-458

Mini-Teiche für Balkon,Terrasse und Garten von Valerie Oldag u. Max Kirschner - erschienen bei Knaur, ISBN 9-783-426-668-757

Miniatur-Wassergärten von Ruth Knolle - erschienen bei Ulmer, ISBN 9-783-800-132-300

 

 



 

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