Nachdenkliches

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Leben dauert etwa 15 Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich
ein Leiden bedeuten. Bedenke es, eh Du mich anschaffst.

Gib mir Zeit zu verstehen, was Du von mir verlangst.
Pflanze Vertrauen in mich, denn ich lebe davon.

Zürne nie lange mit mir und sperr mich nicht zur Strafe weg.
Du hast Deine Arbeit, Deine Freunde, ich hab nur Dich allein.

Sprich manchmal mit mir, wenn ich auch Deine Worte nicht alle verstehe,
so doch Deine Stimme, die sich an mich wendet.

Wisse, wie immer Du an mir handeln wirst, ich vergesse es nie.

Bedenke, eh Du mich schlägst, meine Pfoten sind schnell, meine Krallen scharf
und können arg verletzen. Und doch tue ich es nie.

Eh Du mich bei Deiner Arbeit unwillig schiltst, so bedenke, viel leicht plagt mich
ein ungeeignetes Futter oder ich habe ein trauriges Herz.

Kümmere Dich um mich wenn ich alt werde, Du wirst es auch einmal sein.

Gehe jeden Weg mit mir und sei er noch so schwer, sag nie "so etwas kann
ich nicht sehen" oder "es soll nicht in meiner Gegenwart
geschehen", denn alles ist leichter für mich, wenn Du bei mir bist.

 

unbekannt

 

 

 

 

 

 

Petition !

 

Wenn Katzen wirklich Freilauf brauchen ....

so wie es viele "Katzenfreunde" fordern , weil es Katzen ja nicht in Wohnungen gefallen würde , sollten auch Hunde , Pferde Schweine und Aquarium/Terrarium - Tierchen zu diesem Recht auf freie Entfaltung kommen .

Für den Goldfisch , der sonst im Glas lebt , besteht bei geregeltem "Freischwimm" - was ihm sicher gefallen würde - kaum Gefahr von einem Auto überfahren zu werden . Auch hört man selten davon , dass ein freischwimmender Goldfisch beim "Wildern" von einem hegenden und pflegenden Jägersmann erschossen wird . Einzig und allein die Gefahr von einem U-Boot überfahren zu werden könnte bestehen . Aber wenn der Goldfisch geregelten "Freischwimm" im örtlichen Feuerlösch-Teich bekommt , ist auch diese Gefahr gebannt , denn selten sind in mitteleuropäischen Feuerlösch-Teichen U-Boote anzutreffen . Also liebe Freunde der Goldfische , lasst Euren Mitbewohnern das gleiche Recht zu Teil werden , das auch den Hauskatzen gegeben wird , lasst sie raus ....

 

Liebe Dackel und Zwergpudel Besitzer ,

wann endlich lasst Ihr Eure Hunde laufen , so wie es schon viele Katzenbesitzer mit ihren felinen Hausgenossen machen oder machen sollten ? Steht einem Hund nicht das gleiche Recht auf Entfaltung der freien Persönlichkeit zu , wie es einer Katze als normal zugesprochen wird ? Muss ein kleiner Hund nicht auch raus , ohne Herrchen/Frauchen , so wie eine Hauskatze eben auch einfach und individuell raus muss , weil es die Natur so wollte ? Zählt nicht bei einem Hund auch das Argument , dass wenn er überfahren wird , er aber "glücklich" überfahren wurde und bis es dazu kam , ER , der Hund ein glückliches Leben auf der Bundesstrasse führte , ohne dauernd befehlenden Hundehalter ?

 

Pferdefreunde ,

warum haltet Ihr Eure geliebten Tiere in der Koppel oder im Stall ? Sind Pferde nicht eigentlich Fluchttiere die in Herden leben ? Kommt es nicht einer Vergewaltigung des eigentlichen Wesens Eurer Huftiere gleich , wenn diese ihren Wandertrieb zu neuen Wiesen nicht in Gemeinschaft mit anderen Pferden ausleben können ?

Vogelliebhaber ,

warum lasst Ihr Euren Wellensittich oder Kanarienvogel nicht entscheiden wo er fliegen möchte ? Warum nur , bestenfalls im Wohnzimmer bei geschlossenen Fenstern ? Hat ein Piepmatz nicht das gleiche Recht wie eine Katze ? Wäre es nicht schön , wenn sich in unseren Wäldern an Sommerabenden die exotischen und oftmals schillernd gefiederten Prachtexemplare treffen , um sich vergnügt zwitschernd am "Freiflug" zu erfreuen , bis diese dann am späten Abend den Heimflug in Mamas/Papas Käfig , im Wohnzimmer antreten ?

Im Winter könnte man sie sie ja ggf. daheim eingesperrt lassen , damit einer neuen Vogelgrippe (europäische Form) nicht der Hauch einer Chance ermöglicht wird .

Also ,

wenn eine Katze Freilauf braucht , dann steht dieses Recht auch allen anderen Tieren zu , die von uns Menschen domestiziert gehalten werden .

Darum liebe Bauern und Hobby-Landwirte , lasst Eure Kühe , Schweine , Hühner , Ponys , Enten und Gänse endlich frei durch die Natur und Städte sausen , denn was einer Katze "recht" ist , sollte jedem anderen Haus und/oder Nutztier "billig" sein .

Jeder Tierfreund der für seine oder Nachbars Katze - wenn auch ungefragt - den Freilauf fordert , sollte seinen eigenen nicht felinen Haustieren ebenso das Recht geben , frei zu laufen , frei zu schwimmen oder frei zu fliegen .

Wären unsere Haus und Nutztiere nicht ALLE zufriedener , wenn sie das Recht der Katzen hätten ?

Liebe Leser , ich kann es nicht mehr hören , dieses Geschwätz , dass eine Katze Freilauf braucht . Dass eine Katze den Gefahren der heutigen Zeit (Straßenverkehr , Katzenhasser , etc.) ausgesetzt wird , andere Tiere aber völlig normal "eingesperrt gehalten werden .

Viele Grüße

Frank Röhrig
MainzCoon

 

Wir danken Herrn Frank Röhrig ganz herzlich für seine Genehmigung, seine Worte auf unserer HP veröffentlichen zu dürfen!
Selbstverständlich unterliegen sie dem Copyright und wir bitten unsere Leser daher freundlich um dessen Beachtung. Danke!

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles,
was sie haben denen zu hinterlassen, die sie lieben.

Ich würde auch solch´ ein Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug
und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten im liebendem Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag´ bitte nicht:
Nie wieder werde ich ein Tier haben,
der Verlust tut viel zu weh!

Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus
und gib´ ihr meinen Platz.

Das ist mein Erbe.

Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles,
was ich geben kann.

Margaret Trowton

 

 

 

 

 

 

Unbekannter Übersetzer

 

 

Als ich noch ein Kätzchen war, unterhielt ich dich mit meinem Herumtollen und brachte dich zum Lachen. Du nanntest mich "dein Baby", und, obwohl ich einiges kaputt machte, wurde ich doch deine beste Freundin. Wann immer ich etwas "anstellte", hobst du mahnend den Zeigefinger und sagtest: "Wie konntest du nur!?", aber schon einen Augenblick später warst du wieder so zärtlich und hast mich eng an dich gedrückt.

Als du im Studium so viel lernen musstest, hattest du natürlich wenig Zeit für mich. Aber ich verstand das immer und spielte mit meinen Bällchen. Ich erinnere mich an all die Nächte, in denen ich mich in deinem Bett ganz eng an dich schmiegte und das Leben vollkommen schien. Du tolltest dann auch wieder mit mir herum und wir genossen die Sonne gemeinsam auf dem Balkon. Von deinem Frühstück gab es für mich immer was vom Schinken, "aber nicht zuviel, das ist für Katzen ungesund!" Und ich schlief so lange, bis du von der Arbeit nach Hause kamst. Nach und nach verbrachtest du immer mehr Zeit auf der Arbeit als mit mir, um "Karriere" zu machen. Dann warst du so viel weg, um einen Menschenpartner kennen zu lernen. Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei jedem Liebeskummer, tapste mit meinen Pfoten deine Tränen vom Gesicht. Und freute mich, als du endlich "deinen" Partner fandest. Zwar keinen Katzenfreund, aber ich respektierte deine Wahl. Ich war glücklich, weil du glücklich warst! Dann kamen nacheinander deine Kinder zur Welt. Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von den süßen Kindchen so fasziniert, dass ich sie mit bemuttern wollte. Aber du und dein Partner dachten nur daran, dass ich den Kindern schaden, sie gar verletzen könne. Deshalb wurde ich auch noch aus dem großen schönen Raum ausgesperrt.

In dein Bett durfte ich schon lange nicht mehr. Ich liebte die Kinder und wurde "Gefangener der Liebe". Sie fingen an zu wachsen und ich wurde ihre Freundin. Sie zerrten an meinen Ohren, meinem Fell, meinem Schwanz, hielten sich auf wackligen Beinchen beim Laufen lernen an mir fest. Sie erforschten meine empfindliche Nase mit unbeholfenen Fingerchen und ich hielt bei all dem geduldig still. Ich liebte alles an den Kindern, besonders ihre Berührungen, weil deine so selten wurden. Ich war bereit, die Kinder notfalls mit meinem Leben zu verteidigen. Ich war bereit, in ihre Bettchen zu schlüpfen, um ihre Sorgen und Träume an-zuhören. Und zusammen mit ihnen erwartungsvoll auf das Motorengeräusch deines Autos zu hören, wenn du in unsere Auffahrt einbogst. Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Tasche ein Foto von mir und erzähltest so liebevoll von mir. Die letzten Jahre gabst du nur noch ein knappes "Ja" zur Antwort und wechseltest dann das Thema. Ich war früher "deine Samtpfote" und bin heute "nur eine Katze".

Dann hattet ihr eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt. Du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Ein Mann hat euch das extra noch gesagt und ihr habt ohne zu Zögern unterschrieben. Beide. Du hattest für dich und deine Familie eine Entscheidung zu finden, die aus deiner Sicht bestimmt richtig war. Obwohl einmal ich deine Familie war. Die Autofahrt machte Spaß, weil auch die Kinder mitfuhren. Als ich merkte, wo wir angekommen waren, war der Spaß zu Ende.

Es roch nach Hunden und nach meinen Artgenossen, nach Angst und nach Desinfektionsmitteln und Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, dass du wüsstest, dass man ein gutes Heim für mich findet. Die beiden Damen hinter dem Schreibtisch zuckten mit den Achseln und betrachteten dich merkwürdig. Sie verstanden die Wirklichkeit, der eine Katze mit über 15 gegenüberstand. Du hattest die Finger deiner jüngsten Tochter aus meinem Fell lösen müssen, während sie weinte und schrie "Nein, nein! Nehmt mir meine liebe Katze nicht weg!" Ich wunderte mich noch, wie du ihr ausgerechnet in diesem Moment etwas von Freundschaft, Verantwortung und Loyalität vermitteln wolltest. Zum Abschied tipptest du leicht auf meinen Kopf, hast dabei tunlichst vermieden, mir in die Augen zu sehen und lehntest es höflich ab, meine offen daneben stehende Transportbox wieder mitzunehmen. Du hattest einen wichtigen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen. Kurz nachdem du weg warst, sagte eine der netten Damen, du hättest mit Sicherheit schon Monate vorher vom Umzug gewusst und somit wäre Zeit gewesen, einen "guten Platz" für mich zu finden. Sie schüttelten bedrückt den Kopf und fragten leise: "Wie konntest du nur?"

Die Damen widmeten sich uns, wann immer es ihre Zeit zuließ. Wir bekamen gute und reichliche Mahlzeiten, aber ich verlor meinen Appetit schon vor vielen Tagen. Anfangs hoffte ich unentwegt, dass du eines Tages zurückkommst und mich hier rausholst, wünschte mir, dass alles nur ein böser Traum war und ich eines Tages aufwache ... bei dir zu Hause... Aber du kamst nie. Und wann immer jemand an "meinem" Vermittlungszimmer vorbei ging, presste ich bittend meine Pfoten durch jeden möglichen Spalt. Gab es niemanden, der mich mochte? Niemanden, dem ich all meine Liebe, Dankbarkeit und zärtliche Treue schenken durfte? Die Wahrheit war, dass ich es nicht mit den süßen kleinen knuddeligen Katzenkindern aufnehmen konnte. Unbeachtet, von allen übersehen und vergessen, zog ich mich in eine Ecke zurück, stand nicht mehr auf.

Eines Tages, am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man hob mich auf, trug mich über einen langen Korridor, der in einen Raum mündete. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau legte mich auf den Tisch, streichelte behutsam über meinen Kopf und erklärte mir, dass ich mich nicht sorgen solle. Mein Herz schlug voller Erwartung auf das, was nun kommen sollte. Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl des Loslösens. Mir, der Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Ich war mehr um die nette Frau besorgt als um mich selbst. Ich erkannte, dass sie an einer Last tragen müsse, die Tonnen wog. Sie band leicht etwas um meine Vorderpfote, während eine Träne ihre Wange hinunter kullerte. Ich schob meinen Kopf in ihre Hand, so wie ich es immer bei dir getan hatte, um dir meine Liebe zu zeigen. Ich spürte einen leichten Einstich und eine kühle Flüssigkeit, die in mich hinein floss. Ich streckte mich schläfrig aus, schaute dabei in die freundlichen Augen der Frau und murmelte:" Wie konntest du nur?" Möglicherweise verstand sie mein leises Miauen, denn sie sagte:" Es tut mir leid!" Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen, wo ich nicht missbraucht, ignoriert und verlassen sein würde. Einen Platz, an dem ich mich nicht verkriechen müsse, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden.

Mit meinem letzten Funken Energie öffnete ich weit meine Augen und sah sie unverwandt an, versuchte ihr so zu sagen, dass mein "Wie konn-test du nur?" nicht an sie gerichtet war. Ich dachte an dich, du mein geliebter Mensch. Und ich werde immer an dich denken und auf dich warten. Mein letzter Atemzug ist mein Wunsch, dass dir in deinem Leben immer diese Loyalität widerfahren möge, die mir verweigert worden war...

 

~ * ~

 

Dazu einige Worte des Autors: Wenn "Wie konntest du nur?" Ihnen Tränen in die Augen trieb, dann erging es Ihnen genau so wie mir, als ich sie schrieb. Deshalb ist es ausdrücklich erlaubt, diese Geschichte so oft wie möglich weiterzugeben, solange es nicht kommerziellen Zwecken dient. Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die Entscheidung, ein Haustier aufzunehmen und in eine Familie zu integrieren, wichtig für das ganze Leben sein kann. Dass man ein Haustier nicht einfach aufgeben darf - und wenn es schon nicht anders geht, es wenigstens nicht in ein Tierheim, sondern in eine liebevolle neue Familie geben und sich dankbar von ihm verabschieden muss. Dass Tiere unsere Liebe und unseren Respekt verdienen, vielleicht mehr als die meisten Menschen ... Jim Willis.

 

 

 

 

 

 

Unbekannter Übersetzer

 

 

Es war ein perfekter, sonniger Nachmittag, gerade richtig für ein Nickerchen, und die alte Hofkatze lag schläfrig auf einem Strohhaufen neben dem Scheunentor. Die Sonne wärmte ihr gestreiftes Fell, und sie streckte sich und ließ ihre Krallen ein- und ausfahren und gähnte mit weitgeöffnetem, rosafarbenem Mäulchen. Die Bienen summten geschäftig beim Einsammeln der Pollen, die Vögel zwitscherten in den Bäumen und lullten die Katze, welche "Mutter" genannt wurde, in einen tiefen Schlaf. Sie träumte vom Mäusefang in den dunklen Ecken der Scheune, und ihre Barthaare zuckten und die Zähne klapperten erwartungsvoll - doch, um die Wahrheit zu sagen, die Tage des Mausens waren schon lange für sie vorüber, und ihre Rippen zeichneten sich ab vom Hunger. Sie rollte sich fester zusammen, als wollte sie die Kätzchen beschützen, welche seit über einem Dutzend von Jahren einen so großen Teil ihres Lebens ausgemacht hatten. Es war aufgrund ihrer Scharen von Kindern und Kindeskindern und deren Kindern, dass man sie "Mutter" nannte, und es lag viele Generationen zurück, seit jemand sich an ihren eigentlichen Namen erinnert hatte.

 

Eine sanfte Brise spielte mit ihren Fellhaaren und sie atmete langsam krächzend ein und aus im Rhythmus des tiefsten Schlafes. Sie hörte nicht, was sich ihr auf verstohlenen Pfoten näherte, und wurde erst aufgeweckt, als ein Schatten vor sie trat und die Sonne verstellte. "Miau?!" erwachte sie mit einem Schlag und blinzelte mühsam auf die Silhouette einer großen Katze, die vor ihr stand. Sie setzte sich mit steifen Gliedern auf und blickte mit zusammengekniffenen Augen in das Sonnenlicht, während ihr ein leichtes Keuchen entwich.

 

Vor ihr saß die schönste Katze, die sie jemals gesehen hatte, mit einem Fell gleich brüniertem Golde, Streifen aus lohfarbenem Braun, großen saphirgleichen Augen und hochgestellten, quastigen Ohren. Um ihren Hals trug sie eine Kette aus Gold, von welcher ein Amulett hing, und von ihrer ziegelroten Nase bis hin zu den dunklen, fremdartigen Mustern um ihren Schwanz herum war sie das Abbild von Katzenschönheit.

Mutter war zu überwältigt, um sprechen zu können. Die goldfarbene Katze wandte ihren Blick von Mutter ab und betrachtete die Umgebung abschätzend, dann sprach sie.

 

"Gesegnet seiest Du Katze, welche Du "Mutter" genannt wirst. Du bist alt und müde, und ich bin gekommen, um Dich heimzuführen. Du bist mir seit vielen Jahren bekannt, und ich weiß von Deinen Kümmernissen und Leiden. Von heute an wird das alles vergessen sein, und Du wirst in meinem Tempel wohnen, wo Dir an nichts mangeln wird. Meine Diener werden für Dich sorgen. Du wirst ein Kissenlager in der Sonne haben, frischen Fisch und die Liebe und den Respekt aller."

 

Mutter hatte Mühe, ihre Stimme wiederzufinden, nicht ganz sicher darüber, ob dies ein Traum war oder nicht. "Und wer, wenn ich fragen darf, seid Ihr und von woher in aller Welt kommt Ihr?!" gelang es Mutter schließlich hervorzustottern.

 

Die schöne Katze lächelte mit schlauer Miene. "Ich bin Bastet, und ich komme aus einer anderen Zeit und von einem anderen Ort. Ich wohne

im Tempel von Bubastis am Ufer des Nil - der recht nett ist, jedenfalls was Tempel betrifft - und ich bin die Erwählte des Ra, des Sonnengottes, die Beschützerin der Mütter und Kinder, die Göttin der Fruchtbarkeit ... und verschiedener anderer Dinge, an welche ich mich momentan

nicht alle erinnere."

 

"Und was wolltet Ihr mit mir anfangen, und warum sollte ich diesen Ort verlassen wollen? fragte Mutter. "Das hier ist mein Heim."

 

Bastet betrachtete das Scheunentor, welches von einer Angel herunterhing, daneben den Misthaufen, die zerfallenen und verrosteten Fahrzeuge des Menschen, und sie rümpfte die Nase. "Heim? Das hat nicht viel von einem Heim, oder?"

 

Mutter folgte dem Blick der goldfarbenen Katze, mit welchem diese ihre Welt abmaß, und ließ den Kopf hängen.
"Ich weiß, das sieht für einen Fremden nach nicht viel aus, aber es ist alles, was ich jemals gekannt habe."

 

"Liebe Katze," sagte Bastet sanft, "verlasse diesen Ort. Deine Kinder sind nun fast alle fort, auf den Strassen überfahren, gestorben vor Hunger, vermindert durch Krankheit und Leiden, ihre Jungen von Falken gestohlen, von Hunden zu Tode geschüttelt, von den Buben der Menschen gequält ? und die wenigen, welche heil geblieben sind, vermehren sich einhaltlos. Euch allen gelingt es kaum, genug zum Leben zusammenzukratzen. Dem Mann und der Frau hier bedeutest Du nichts. Wann war das letzte Mal, dass sie Dich hielten oder streichelten oder Deine Wunden versorgten oder Deine Toten begruben und den Verlust beklagten? Sie werfen Dir bei Gelegenheit ein paar Krumen zu, aber auch in den kältesten Nächten musst Du Dich zum Schutze im Stroh eingraben. Komm mit mir zu meinem Heim, wo Du Deine alten Knochen am Herd wärmen kannst, wo Du niemals mehr das Nagen des Hungers verspüren wirst."

 

Mutter blinzelte, und die Wahrheit ließ die Welt, welche sie Zuhause nannte, irgendwie trostlos und heruntergekommen erscheinen. Sie schluckte schwer, bevor sie antwortete.

 

"Oh Schönste der Schönen, ich kann nicht leugnen, dass das, was Ihr sagt, wahr ist, aber ich werde hier gebraucht. Wer wird sonst darauf achten, dass die Kätzchen nicht in die Felder streunen und sich dort verlieren oder in den Bach fallen? Was, wenn eine Ratte plötzlich kommen sollte oder ein Kojot? Wer würde meine Familie warnen? Was, wenn der Mann krank werden oder sterben sollte? Vielleicht würde die Frau jemanden brauchen, der sie tröstete."

 

Bastet blickte sie an und verengte ihre Augen zu Schlitzen. Sie war es mehr gewohnt zu befehlen als zu überreden.

 

"Liebste Mutter, Du hast einen besseren Ort verdient. Du hast Kätzchen gesäugt bis Deine Brust schmerzte. Du hast zugesehen, wie die Jungen, um welche Du Dich sorgtest, hinwegstarben. Die Menschen sind Narren! Sie sind blind gegenüber Schönheit und hartherzig. Wenn sie Dich wirklich liebten, würdest Du dann hier alleine im Stroh schlafen ohne auch nur soviel wie ein freundliches Wort oder eine Liebkosung?

Komm mit mir zu meinem Tempel aus Gold und lebe auf alle Ewigkeit im Paradies."

 

Mutter schüttelte ihren Kopf langsam ablehnend."Es tut mir leid, Gütigste aller Katzen, aber ich kann nicht. Das ist mein Zuhause, so wie es

ist. Ich habe dem Mann und der Frau schon vor langer Zeit vergeben. Ich gehöre hierhin in diese Berge ? das sind meine Bäume, mein Bach, mein Hinterhof. Meine Kinder und Kindeskinder und deren Kinder brauchen mich. Bitte haltet mich nicht für undankbar, aber ich bin, auf meine eigene Weise, glücklich."

 

Bastet bewegte ihren Zensur hin und her. Dass jemand ihr keinen Gehorsam zeigte, war eine neue Erfahrung für sie, aber aus Achtung vor so viel Ehrlichkeit und Loyalität, auch wenn es ihr töricht erschien, sprach sie freundlich.

 

"Es ist unleugbar, liebe Mutter, dass ich Deine Gesinnung nicht zu ändern vermag, aber ich kann Dich auch nicht verlassen, ohne Dich in irgendeiner Form belohnt zu haben. Sicherlich wird es etwas geben, das Du für Dich selbst haben möchtest?"

 

Mutter überlegte einen Moment lang. Sie hatte noch nie sehr viel besessen, das war richtig, aber sie konnte sich auch nur schwer vorstellen, was eine Katze sonst noch haben könnte oder haben wollte.

 

"Nun, ich denke, ich würde gerne meine Krallen behalten? Ich habe gehört, dass manchen Katzen die ihren von den Menschen abgehackt werden, und ich kann mir ein Leben ohne Krallen nicht vorstellen."

Nun war Bastet an der Reihe, ihren Kopf zu schütteln. Hatte es jemals eine Katze gegeben, die weniger verlangte als diese hier, die man

Mutter nannte?

"So sei es, Mutter, Du sollst Deine Krallen behalten. Aber da sollte noch mehr sein ... lass mich überlegen. Ja! Alle Tigerkatzen werden ab

heute das Zeichen meines Amuletts um ihren Hals tragen zum Gedenken an dieses Treffen. Doch, das ist nicht genug. Lass mich noch

weiter nachdenken.


Ich habe es! Von nun an werden alle Katzen, und sei es auch nur kaum sichtbar, das Zeichen des Buchstaben "M" auf ihrer Stirn tragen, zu Ehren der Katze, die Mutter genannt wurde. Hmmm ... aber auch das scheint noch nicht genug zu sein." Bastet schloss ihre Augen und

zuckte mit ihren quastigen Ohren. Sie schlug in Gedanken mit ihrem Zensur auf und ab und stampfte ungeduldig mit der Pfote.

 

"Ich weiß!" verkündete sie und leckte ihre Pfote mit Genugtuung. "Von diesem Tage an, auch nachdem Du Dein irdisches Zuhause verlassen hast, wird Dein Geist stets anwesend sein. Am Rande des Waldes und der Felder wird der Mensch eine braune Tigerkatze aus dem Winkel seines Auges heraus sehen. Wenn er in seinem Wagen fährt, wird er Dich an der Seite der Strasse wahrnehmen. Wenn er um die Ecke biegt

in einer dunklen Nacht in der Stadt, Du wirst da sein. Unter dem Schein der Laterne, an Zaunpfosten, in den Alleen, auf Treppenstufen, Du

wirst da sein als bleibendes Mahnmal für den Menschen an das, was er töricht ignoriert hat - das einfache, stille, loyale und vergebende Herz einer braunen Tigerkatze. Und das, höchstgeachtete Mutter, welche Du unter dem Schutze von Bastet stehst, ist mein Geschenk an Dich."

 

Mit dieser Verkündigung schüttelte sie Goldstaub von ihrem prächtigen Fell ab und entfernte sich gebieterischen Schrittes. Mutter nistete sich

in ihrem Stroh ein und begann, ihre Pfoten zu lecken. Sie hatte keinerlei Vorstellung davon, was sich ereignet hatte und wunderte sich, ob

es eine Art von Wachtraum gewesen war. Die Sonne schien, die Bienen summten und die Vögel begannen erneut zu zwitschern. Mutter

schlief fest ein.

 

Die Tage vergingen einer nach dem anderen, und alles war wie eh und je, so schien es jedenfalls. Es war an einem Abend kurz vor Sonnenuntergang, nur wenige Zeit später, als der Mann von den Feldern heimkehrte. Er lehnte schwer gegen den Pfosten der hinteren Haustüre, als er seine Arbeitsstiefel auszog und sie dumpf auf dem Boden aufschlagen ließ. Die Frau war damit beschäftigt, den Tisch für das Abendessen zu decken, und ein Feuer brannte lichterloh im Kamin.

 

"Ich dachte, Du sagtest, dass Du die alte Mutterkatze gestern tot aufgefunden hättest?" sagte er zu seiner Frau.

 

"So ist es auch," entgegnete die Frau. "Ich hab sie heute morgen zum Abfall rausgesetzt."

 

"Merkwürdig. Ich hab gerade gedacht, dass ich sie neben dem Holzstapel gesehen hätte, als ich gekommen bin," sagte er.

 

"Komisch, dass Du das sagst. Ich bin heute morgen vom Briefkasten zurückgelaufen und ich hätte schwören können, dass ich sie am

Feldrand gesehen habe."

 

In ihrem Tempel, in einem Land und einer Zeit weit entfernt, saß Bastet und lächelte.

 

Das Ende der Geschichte


Copyright Jim Willis 2001 - 2004

Email: jwillis@bellatlantic.net

 

 

 

 

 

 

 

 

It was a perfect sunny afternoon for a catnap and the old farm cat lay sleepily in a pile of straw near the barn door. The sun warmed her tabby coat and she stretched and flexed her claws and yawned pinkly. The bees droned in their pursuit of pollen, birds twittered in the trees and

lulled the cat called "Mother" into a deep sleep. She dreamed of stalking mice in the dark corners of the barn, and her whiskers twitched and teeth chattered in anticipation - although if the truth be told, her mousing days were long over and her ribs showed from hunger. She curled up more tightly as if to protect the kittens who had been so much a part of her life for over a dozen years. It was her hundred children, and their children, and theirs, that caused her to be called "Mother," and it had been many generations since anyone remembered her given name.

 

A gentle breeze played against her fur and her slow breathing rasped back and forth in the rhythm of deepest sleep. She never heard the stealthy pawsteps as they approached and she was only awakened when a shadow passed in front of her and blocked the sun. "Mew?!"

she awoke with a start, and blinked heavily at the silhouette of a large cat standing before her. She sat up stiffly and squinted into the sun

as a small gasp escaped her.

 

Before her sat the most beautiful cat she had ever seen, with a pelt like burnished gold, stripes of tawny brown, large sapphire colored eyes, and tall ears with tufts. Around her neck she wore a chain of gold from which an amulet hung, and from her brick red nose to the dark wild markings around her tail, she was the image of feline beauty.

 

Mother was too stunned to speak. The golden cat turned her gaze from Mother and surveyed the surroundings, and then she spoke.

 

"Blessed cat called 'Mother,' you are old and tired, and I have come to take you home. I have known of you for many years, and of your trials and tribulations. As of today, that will all be forgotten and you will dwell in my temple, where you will want for nothing. My servants will

care for you. You will have a couch in the sun, fresh fish, and the love and respect of all."

 

Mother struggled to find her voice, not quite understanding if this was a dream or not. "And who may I ask are you, and where in the world did you come from?!" Mother finally managed to stutter.

 

The beautiful cat smiled slyly. "I am Bast and I am from another time and place. I dwell in the Temple of Bubastis near the River Nile - which is rather nice, as temples go - and I am the chosen of Ra, the sun god, the protectress of mothers and children, the goddess of fertility...and several other things which I don't recall at the moment."

 

"What would you want with me, and why would I want to leave here?" Mother asked. "This is my home."

 

Bast looked at the barn door hanging on one hinge, the pile of manure nearby, the junked and rusted vehicles of Man, and she sniffed.

"Home? It's not much of a home, is it?"

 

Mother followed the golden cat's gaze around her world and hung her head. "I know it isn't much to an outsider, but it's all I've ever known."

 

"Dear cat," Bast said softly. "Leave this place. Your children are mostly gone now, run over on the road, dead from starvation, riddled with disease and suffering, their young stolen by hawks, shaken by dogs, tormented by human boys - and the few who remain healthy are breeding out of control. All of you barely manage to scratch out an existence. The Man and Woman here don't appreciate you. When is the last time they held you, or stroked you, or tended to your wounds, or buried your dead and mourned the loss? They throw you a few crumbs on occasion, but even on the coldest nights you must burrow into the straw for warmth. Come with me to my home, where you can warm your old bones on a hearth, where you will never again know the gnawing of hunger."

 

Mother blinked and the truth somehow made the world she called home seem barren and dilapidated. She swallowed hard before answering.

 

"Your Most Beautifulness, I can't deny that what you say is true, but I am needed here. Who will make sure the kittens don't stray into the fields and lose their way, or fall into the stream? What if a rat should appear, or a coyote - who would warn my family? What if the Man should fall ill or die? - maybe the Woman would need comforting."

 

Bast looked at her and narrowed her eyes to slits. She was more accustomed to commanding than conversing.

 

"Dearest Mother. You have earned a better place. You have nursed kittens until your breasts ached. You have watched the young you worried over die. The Humans are fools! They are blind to beauty and hardhearted. If they truly loved you, would you sleep here in the straw alone, without so much as a kind word or a caress? Come away with me to my temple of gold and live for all eternity in paradise."

 

Mother slowly shook her head "no." "I am sorry, Most Gracious Cat, but I cannot. This is my home, such as it is. I forgave the Man and Woman long ago. I belong here to these hills - these are my trees, my stream, my barnyard. My children and their children and their children need me. Please don't think me ungrateful, but I am, in my own way, happy."

 

Bast swished her tail. Not being obeyed was a new experience for her, but in deference to such honesty and loyalty, foolish though she thought it, she spoke kindly.

 

"It is clear, Dear Mother, that I cannot change your mind, but neither can I leave without rewarding you in some way. Surely there is

something you want for yourself?"

 

Mother pondered a moment. She'd never had very much, that was true, but she also didn't have much of an idea of what else a cat could

have, or would want.

 

"Well, I suppose I'd like to keep my claws - I've heard some cats have theirs chopped off by Humans and I can't imagine life without my claws."

 

It was Bast's turn to shake her head. Was there ever a cat less demanding than this one called Mother?

 

"Keep your claws you shall Mother. But there should be more...let me think. Yes! All tabby cats will wear the mark of my amulet around their necks to commemorate this meeting. Still, that's not much. Let me think some more. "I have it! From now on, all cats, if only so faintly, will wear the mark of "M" on their forehead, in honor of the cat called Mother. Hmmm...that still doesn't seem like much." Bast closed her eyes and twitched her tufted ears. She lashed her tail back and forth in thought, and stamped her paw with impatience.

 

"I know!" she announced and licked her paw in satisfaction. "From this day forward, even after you leave this earthly 'home' of yours, your spirit will always be present. At the edge of the forest and field, Man will see a brown tabby cat from the corner of his eye. As he rides in his motorcar, he will spy you by the side of the road. As he turns the corner on a dark night in the city, there you will be. Under lamplight, against fence posts, in the alleys, on doorsteps, you will be there as a constant reminder to Man of what he has foolishly ignored - the simple, quiet, loyal and forgiving heart of a brown tabby cat. That, Most Honored Mother, beloved of Bast, will be my gift to you."

 

With that pronouncement she shook gold dust from her luxurious fur and strode imperiously out of sight. Mother nestled into her straw, and began licking her paws. She hadn't any understanding of what had transpired and wondered if it had been some sort of waking dream. The sun shone, the bees droned, and the birds resumed their twittering. Mother slept soundly away.

 

The days passed one after the other, and all was as it was before, or so it seemed. It was nearly dusk one day, a short time later, when the Man returned home from the fields. He leaned heavily on the back door frame of the house as he removed his work boots and allowed them to drop with a thud. The Woman was occupied with setting the table for their supper and a fire blazed in the grate.

 

"I thought you said you found the old mother cat dead yesterday?" he said to his wife.

 

"I did, indeed," the Woman replied. "I set her out this morning with the trash."

 

"Odd. I just thought I saw her next to the woodpile as I came in," he said.

 

"Funny you should say that. I was walking up from the mailbox this morning and I could've sworn I saw her at the edge of the field."

 

In her temple, in a land and time far away, Bast smiled.

 

 

The End

 

Copyright Jim Willis 1999 - 2004
jwillis@bellatlantic.net

 

 

 

 

 

 

 

 

The sign on the mailbox post was hand-lettered on cardboard and read "FREE KITTUNS." It appeared there two or three times a year, sometimes spelled this way, sometimes that, but the message was always the same.

 

In a corner of the farmhouse back porch was a cardboard box with a dirty towel inside, on which huddled a bouquet of kittens of different colors, mewing and blinking and waiting for their mama to return from hunting in the fields. The mother cat managed to show them enough interest for the first several weeks, but after having two or three litters per year, she was worn out and her milk barely lasted long enough for her babies to survive.

 

One by one, people showed up over the next several days and each took a kitten. Before they left the woman who lived there always said the same thing, "You make sure you give that one a good home - I've become very attached to that one."

 

One by one the kittens and their new people drove down the long driveway and past the sign on the mailbox post, "FREE KITTUNS."

 

The ginger girl kitten was the first to be picked. Her four-year-old owner loved her very much, but the little girl accidentally injured the kitten's shoulder by picking her up the wrong way. She couldn't be blamed really - no adult had shown her the proper way to handle a kitten. She had named the kitten "Ginger" and was very sad a few weeks later when her older brother and his friends were playing in the living room and someone sat on the kitten.

 

The solid white boy kitten with blue eyes was the next to leave with a couple who announced even before they went down the porch steps that his name would be "Snowy." Unfortunately, he never learned his name and everyone had paid so little attention to him that nobody realized he was deaf. On his first excursion outside he was run over in the driveway by a mail truck.

 

The pretty gray and white girl kitten went to live on a nearby farm as a "mouser." Her people called her "the cat," and like her mother and grandmother before her she had many, many "free kittuns," but they sapped her energy. She became ill and died before her current litter of kittens was weaned.

 

Another brother was a beautiful red tabby. His owner loved him so much that she took him around to meet everyone in the family and her friends, and their cats, and everyone agreed that "Erik" was a handsome boy. Except his owner didn't bother to have him vaccinated. It took

all the money in her bank account to pay a veterinarian to treat him when he became sick, but the doctor just shook his head one day and said "I'm sorry."

 

The solid black boy kitten grew up to be a fine example of a tomcat. The man who adopted him moved shortly thereafter and left "Tommy" where he was, roaming the neighborhood, defending his territory, and fathering many kittens until a bully of a dog cornered him.

 

The black and white girl kitten got a wonderful home. She was named "Pyewacket." She got the best of food, the best of care until she was nearly five years old. Then her owner met a man who didn't like cats, but she married him anyway. Pyewacket was taken to an animal shelter where there were already a hundred cats. Then one day, there were none.

 

A pretty woman driving a van took the last two kittens, a gray boy and a brown tiger-striped girl. She promised they would always stay together. She sold them for fifteen dollars each to a laboratory. To this day, they are still together...in a jar of alcohol.

 

For whatever reason - because Heaven is in a different time zone, or because not even cat souls can be trusted to travel in a straight line without meandering - all the young-again kittens arrived at Heaven's gate simultaneously. They batted and licked each other in glee, romped for awhile, and then solemnly marched through the gate, right past a sign lettered in gold:

 

"YOU ARE FINALLY FREE, KITTENS."

 

An Essay by Jim Willis, Copyright 2002 - 2007
jwillis@bellatlantic.net

 

 

 

 

 

 

 

 

The Man was very sad. He knew that the Cat's days were numbered. The doctor had said there wasn't anything more that could be done, that he should take the Cat home and make him as comfortable as possible.

 

The man stroked the Cat on his lap and sighed. The Cat opened his eyes, purred and looked up at the Man. A tear rolled down the Man's cheek and landed on the Cat's forehead. The Cat gave him a slightly annoyed look.

 

"Why do you cry, Man?" the Cat asked. "Because you can't bear the thought of losing me? Because you think you can never replace me?"

 

The Man nodded "yes."

 

"And where do you think I'll be when I leave you?" the Cat asked.

 

The Man shrugged helplessly.

 

"Close your eyes, Man," the Cat said. The Man gave him a questioning look, but did as he was told.

 

"What color are my eyes and fur?" the Cat asked.

 

"Your eyes are gold and your fur is a rich, warm brown," the Man replied.

 

"And where is my fur the darkest?" the Cat asked.

 

"It is darkest along your back, your tail, your legs, nose and ears," the Man said.

 

"And where is it that you most often see me?" asked the Cat.

 

"I see you...on the kitchen windowsill watching the birds...on my favorite chair...on my desk lying on the papers I need...on the pillow next to my head at night."

 

The cat nodded.

 

"Can you see me in all of those places now, even though your eyes are shut?" the Cat asked.

 

"Yes, of course. I've seen you there for years," the Man said.

 

"Then, whenever you wish to see me, all you must do is close your eyes," said the Cat.

 

"But you won't really be here," the Man said sadly.

 

"Oh, really?" said the Cat. "Pick up that piece of string from the floor - there, my 'toy.'"

 

The Man opened his eyes, then reached over and picked up the string. It was about two feet long and the Cat had been able to entertain himself for hours with it.

 

"What is it made of?" the Cat asked.

 

"It appears to be made of cotton," the Man said.

 

"Which comes from a plant?" the Cat asked.

 

"Yes," said the Man.

 

"From just one plant, or from many?"

 

"From many cotton plants," the Man answered.

 

"And in the same soil from which grow the cotton plants, it would be possible that other plants and flowers would grow? A rose could grow alongside of the cotton, yes?" asked the Cat.

 

"Yes, I'm sure it would be possible," the Man said.

 

"And all of the plants would feed from the same soil and drink the same rain, would they not?" the Cat asked.

 

"Yes, they would," said the Man.

 

"Then all of the plants, rose and cotton, would be very similar on the inside, even if they appeared outwardly very different," said the Cat.

 

The Man nodded his head in agreement, but didn't see what that had to do with the present situation.

 

"Now, that piece of string," said the Cat, "is that the only piece of string ever made of cotton?"

 

"No, of course it isn't," said the Man, "it was part of a ball of twine."

 

"And do you know where all of the other pieces of string are now, and all of the balls of twine?" asked the Cat.

 

"No, I don't...that would be impossible," said the Man.

 

"But even though you do not know where they are, you believe they exist. And even though some of the string is with you, and other pieces of string are elsewhere...even though some pieces of string are short and others are long, and even though your ball of twine is not the only one in the world...you would agree that all the string is related?" the Cat asked.

 

"I've never thought about it, but yes, I guess they would be related," the Man said.

 

"What would happen if a piece of cotton string fell onto the ground?" the Cat asked.

 

"Well...it would eventually be covered up and decompose into the soil," the Man said.

 

"I see," said the Cat. "Then perhaps more cotton would grow above it, or a rose."

 

"Yes, it would be possible," the Man agreed.

 

"Then the rose growing on your windowsill might be related to the string you are holding as well as to all the pieces of string you do not know about," said the Cat.

 

The Man knit his brow in thought.

 

"Now take each end of the string in one hand," the Cat ordered.

 

The Man did so.

 

"The end in your left hand is my birth and the end in your right hand is my death. Now bring the two ends together," the Cat said. The Man complied.

 

"You have made a continuous circle," said the cat. "Does any point along the string appear to be different, worse or better than any other part of the string?"

 

The Man inspected the string and then shook his head "no."

 

"Does the space inside the circle appear to be different from the space outside of the circle?" the Cat asked.

 

Again the Man shook his head "no," but he still wasn't sure he understood the Cat's meaning.

 

"Close your eyes again," the Cat said. "Now lick your hand."

 

The Man widened his eyes in surprise.

 

"Just do it," the Cat said. "Lick your hand, think of me in all my familiar places, think about all the pieces of string, think about the cotton and the rose, think about how the inside of the circle is not different from the outside of the circle."

 

The Man felt foolish, licking his hand, but he did as he was told. He discovered what a cat must know, that licking a paw is very calming and allows one to think more clearly. He continued licking and the corners of his mouth turned upward into the first smile he had shown in days. He waited for the Cat to tell him to stop, and when he didn't he opened his eyes. The Cat's eyes were closed. The Man stroked the warm, brown fur, but the Cat was gone.

 

The Man shut his eyes hard as the tears poured down his face. He saw the Cat on the windowsill, then in his bed, then lying across his important papers. He saw him on the pillow next to his head, saw his bright gold eyes and darkest brown on his nose and ears. He opened his eyes and through his tears looked over at the rose growing in a pot on the windowsill and then to the circle of string he still held clutched in his hand.

 

One day, not long after, there was a new Cat on his lap. She was a lovely calico and white...very different from his earlier beloved Cat and very much the same.

 

A Story by Jim Willis

jwillis@bellatlantic.net

 

 

Author's note: I've had many special cats in my life, from my first, "Angel," to others who followed and passed on, "Ankara," "Khufu," "Chico," "Nina," "Kinky," "Fleck," "Sergei," "Katerina," and "Sir Edmund." Each one wonderfully different and very much the same in their capacity to love and be loved. Many times in my life, I have said that each of them could have no equal, until another cat came into my life to prove me wrong.

I dedicate this story to them and also to the memory of a prince among cats, a Burmese, "The Count," loved and missed by a special friend, Dick Weavil, the publisher of "AnimalTalk," an e-newsletter whose weekly rescue editions have resulted in countless animal lives being saved. To subscribe, e-mail nyppsi@aol.com; in the subject line type: MAILING LIST, and in the text of the message type: SUBSCRIBE.

 

 

 

 

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I looked at all the caged animals in the shelter...the cast-offs of human society.
I saw in their eyes love and hope, fear and dread, sadness and betrayal.
And I was angry.
"God," I said, "this is terrible! Why don't you do something?"
God was silent for a moment and then He spoke softly.
"I have done something," He replied.
"I created You."

 

Copyright Jim Willis 1999 - 2004
jwillis@bellatlantic.net

 

 

Jim Willis is a writer and book editor, an animal welfare advocate, director of a multi-species, all-breed rescue and placement effort, The Tiergarten

Sanctuary Trust, and accredited member of The American Sanctuary Association. He is dedicated to saving the living resources of our planet.

 

Tipp:   "Pieces of my Heart - Writings Inspired by Animals and Nature"

 

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