Alleinsein

 

Raggies sind wirklich nicht gern allein. In 90 von 100 Fällen halten sie sich dort auf, wo sich ihr menschlicher Lebenspartner befindet. Wechselt der den Raum, folgen sie. Auch aus dem Tiefschlaf heraus! Sie erwachen, folgen, rollen sich wieder zusammen und schlafen weiter. Das machen sie durchaus x-mal hintereinander, ohne "Murren und Knurren".

 

Liegen sie einmal nicht mit im Zimmer, haben sie sich aber garantiert mindestens zu zweit zusammengekuschelt oder putzen und liebkosen einander. Wir beobachten es täglich und müssen jedesmal erneut über soviel Anhänglichkeit und Zusammengehörigkeitsgefühl schmunzeln.

 

So erklärt sich auch, weshalb es so wichtig ist, ihnen einen tierlichen Lebensgefährten zur Seite zu stellen. Schließlich haben die Bauchkrauler die unangenehme Eigenart, ab und zu ihr Revier zu verlassen, und erst nach stundenlanger Abwesenheit wieder aufzutauchen ... Wie geht eine echte Ragdoll mit ihrem ausgeprägtem Sozialinstinkt und ihrem Familiengefühl damit um? Was meinen Sie?

 

Wie man hört, akzeptieren die gelassenen Raggies sogar Extreme wie Hunde und Kaninchen als WG-Partner, und so muss es nicht unbedingt eine zweite "Edel"katze sein. Sprachlich wäre es aber sicher einfacher für die Bauchkrauler, wenn die Nr. 2 zu den Feliden, möglichst mit ähnlichem Temperament, gehören würde.

 

Bei zwei Fremdsprachlern ist, besonders am Anfang, immer ein dritter vonnöten, der dolmetschen und schlichten kann. Dies bedeutet für die Menschen, dass sie sehr viel Aufmerksamkeit, Einfühlungsvermögen und Sachkenntnis der jeweiligen Verhaltensweisen und Bedürfnisse mitbringen müssen, um allen wirklich gerecht zu werden! Und bei aller Mühe, wissen wir tatsächlich, ob unsere Tiere glücklich und zufrieden sind, wenn sie mit Vertretern anderer Rassen und Arten zusammenleben müssen, weil wir es so wollen?

 

Extratipp: Wir haben von Anfang an unsere Lieblinge mit ein paar Knabbersnacks (Miezelinos von Grau) davon überzeugt, dass es für sie durchaus vorteilhaft sein kann, wenn ihre Menschen das Revier verlassen. Jedesmal wenn wir aus dem Haus gingen, warfen wir ein paar dieser kleinen Snacks quer durch den Flur, die Schnurrpelze jagten begeistert hinter ihnen her und waren überhaupt nicht traurig, dass wir gingen - im Gegenteil! Bemerkten sie, dass irgendjemand das Haus verlassen wollte, setzten sie sich in eine Reihe und sahen gespannt Richtung Leckerliedose ... Was das für uns Bauchkrauler bedeutete, müssen wir ihnen sicher nicht erläutern! Wie bei jedem Ritual, musste dieses natürlich regelmäßig wie ein Uhrwerk ablaufen, um seine Wirkung zu behalten. Es mussten auch nicht viele Knabbereien sein. 1-2 Stück pro Tier reichten völlig.

 

Willkommener Nebeneffekt: Alle Fellnasen entfernten sich von der Haustür. So kam auch keine von ihnen auf die Idee, einen begleiten zu wollen. Nachdem alle Zauberwesen erwachsen waren, wandten wir diese Bestechung nicht mehr an. Ein kurzes "Ich komme gleich wieder" hat inzwischen denselben Effekt und ist erheblich kalorienbewusster.

 

 

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