Eine Ragdoll ist

 

 

 

 

Eine Ragdoll ist eine Ragdoll ist eine ...

 

Wir lieben die großen und wesensstarken Raggies und sind ihnen vollkommen verfallen. Leider müssen wir aber immer öfter feststellen, dass beinahe täglich neue Ragdollzuchten ihre Pforten öffnen. Dies geschieht sicher nicht immer zum Vorteil der Katzen und ihrer zukünftigen Bauchkrauler, und so kann auch schon heute festgestellt werden: Ragdoll ist nicht gleich Ragdoll! Natürlich interessiert uns, wieso das so ist und daher stellen wir einmal zwei ganz einfache Fragen in den Raum, welche sich auch jeder Interessent, vor dem Kauf, stellen sollte:


a)
"Woher kommen plötzlich so viele zuchttaugliche Katzen und Kater?" und

b) "Wie ist es um das genetische Fachwissen der Züchter bestellt?"


Zu a) So viele kann es natürlich gar nicht geben. Es werden also durchaus Tiere eingesetzt, die nicht dem höchsten Standard entsprechen. Gute Züchter geben ihre Tiere natürlich nur wohlüberlegt in andere Zuchten weiter, denn sie möchten nicht dazu beitragen, dass der mühsam aufgebaute Standard, 'den Bach hinuntergeht'.

 

Zu b) Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass es hier leider häufig an Wissen und Verständnis fehlt.

 

Logische Konsequenz beider Antworten: Die Rasse wird negativ verändert und keineswegs positiv beeinflusst! Da dies aber nur mit Hilfe der Käufer geschehen kann, möchten wir dazu beitragen, dass unsere Leser rundherum informiert zu ihrem Züchter gehen und einen weiten Bogen um Züchter machen, die nur am schnellen Geld interessiert sind, oder meinen, es würde doch vollkommen genügen, Kater X mit Katze Y zu verpaaren.

 

An dieser Stelle möchten wir den zukünftigen Dosenöffner ans Herz legen, grundsätzlich Geduld aufzubringen und mögliche Wartezeiten in Kauf zu nehmen, statt flugs zum nächstbesten Züchter zu wechseln, nur weil der gerade Kitten anbietet.

 

Gut informierten Liebhabern macht es überhaupt nichts aus, auf ihr Kätzchen zu warten. Ihnen ist die Zucht Ihrer Wahl, und wie sie geführt wird, genauso wichtig, wie das Kitten selbst! Die Wartezeit nutzen sie gern, um mit ihrem Züchter zu korrespondieren, ihn zu besuchen, das 'Kittenzimmer' einzurichten und sich über die von ihnen ausgewählte Rasse detailliert zu informieren. Ihnen stehen hierzu viele Medien, wie beispielsweise Internetforen, Züchter- und Liebhaberseiten, Bücher usw. zur Verfügung.

 

Es lohnt sich immer den Anspruch auf höchste Qualität zu hegen! Oder möchten Sie nicht ebenfalls gesunde, wesensstarke Schnurrpelze haben, mit denen Sie gute 16+ Jahre entspannt verbringen können? Na eben! Kittenkauf ist Vertrauenskauf. Suchen Sie sich einen Züchter nach Ihrem Geschmack aus, nehmen sie Kontakt zu ihm auf, besuchen Sie ihn und schauen Sie sich ausgiebig um.

 

Gute Züchter beantworten gern all Ihre Fragen und freuen sich über interessierte Katzenliebhaber. Reine Preisanfragen werden von ihnen allerdings für gewöhnlich negativ bewertet. Wer mehr daran interessiert ist, ein Schnäppchen zu machen, stößt bei ihnen auf Argwohn, und das zu Recht. Der Preis einer Rassekatze ist sicher höher, als der einer Fellnase aus dem Tierheim. Der Preis für einen Mercedes frisch vom Band ist auch höher, als der eines Kleinwagens aus privater Hand. Bitte nicht missverstehen, aber eine Rassekatze ist nun einmal eine Rassekatze und die muss man sich leisten können. In die kleinen Fellknäule wird sehr viel Geld vor (!) und nach ihrer Geburt investiert, und die meisten Züchter sind froh, wenn sie Plus-Minus-Null 'arbeiten' können. Dies sollten künftige Kittenkäufer anerkennen, statt in die Versuchung zu geraten, um den Kaufpreis zu feilschen wie auf einem Basar.

 

Züchter, die immer gerade einen Wurf parat haben und diese Welpen ohne Stammbaum abgeben, sind keine Züchter, sondern gewissenlose Vermehrer, die Tiere ausbeuten, um Geld zu verdienen. Bitte unterstützen Sie solch abartiges Verhalten nicht, denn wohin dies führt, davon zeugen die Einträge in Buffy's Tagebuch.

 

Wenden wir uns der Vermarktung zu. Selbstverständlich bleibt es jedem Züchter überlassen, auf dem für ihn attraktivsten Marktplatz nach Kunden Ausschau zu halten. Allerdings legen wir die Messlatte für Züchter, die auf unserer Seite veröffentlicht werden, hoch an. Unserem Verständnis nach, ist es unseriös auf Seiten wie Snautz.de, dhd24.de o. ä. Internetportale zurückzugreifen, um dort zwischen gewissenlosen Vermehrern ("Gendefekt? Interessiert uns nicht. Hauptsache sie wirft ordentlich") und verantwortungslosen Katzenbesitzern ("Unsere Katze soll einmal Junge haben!" oder "Hoppla, unsere Miezi hat uns mit Jungen überrascht!") kostenlose Inserate schalten zu lassen. So etwas kratzt am Ruf.

 

Gewissenhafte Käufer, welche den Grundgedanken einer Zucht verstanden haben und durch ihr Kaufverhalten dazu beitragen möchten, dass ein Rassestandard erhalten oder verbessert wird, sind dort sicher nicht zu finden! Schließlich ist für den Außenstehenden anhand der Anzeigen nicht deutlich erkennbar, welche Art von Zucht sich hinter ihnen verbirgt. Gewissenhafte Züchter inserieren auf ihren eigenen Webseiten und in den gängigen Printmedien wie 'Our Cat's' und 'Katzen Extra' oder bauen ganz
und gar auf Mund-zu-Mund-Propaganda. Sie haben es nicht nötig, auf 'Verkaufstour' zu gehen. Qualität zahlt sich halt immer aus!



Katzenkauf über ein Anzeigenportal finden wir - wie gesagt - geschmacklos. Katzenkauf aus einer unseriösen Zucht sowieso. Aber Katzenkauf bei einem Schwarzzüchter (Vermehrer) ist unserer Meinung nach das absolut Allerletzte! Wer sich eine Katze aus einer guten Zucht nicht leisten kann oder möchte, kann seine Tierliebe doch auch einer Miez aus dem Tierheim zukommen lassen. Warum denn nicht? Es sind gleichfalls Geschöpfe, die ein Recht auf Liebe und ein gutes Leben außerhalb von Käfigsprossen haben, ganz so wie der Schnurrpelz mit ellenlangem Stammbaum. Dass sie ihm in nichts nachstehen, müssen wir sicher nicht extra erwähnen.

 

Es sollte immer die Liebe zum Tier im Vordergrund stehen und alleiniger Kaufgrund sein. Wer die Ragdoll (oder eine andere Rassekatze) unbedingt haben möchte, um mit ihr anzugeben, ist kein Tierliebhaber, sondern pflegt seinen Egoismus, frei nach dem Motto: "Mein Haus, mein Auto, mein Schiff ... ". Tiere sind uns anvertraute Lebewesen und keine Sachen, mit denen man nach Belieben umgehen kann!

 

Last but not least: Kaufen Sie bitte niemals Tiere aus Mitleid. Eine Androhung wie: "Das Tier wird sonst getötet", ist entsetzlich. Wir bitten Sie jedoch, standhaft zu bleiben! Setzt Sie ein Züchter so oder auf eine andere Weise unter Druck, ist auch das äußerst unseriös, um nicht zu sagen kriminell (Nötigung) und Sie sollten in so einem Fall einfach aufstehen und gehen. Wer ein Tier aus Mitleid kauft, rettet zwar dieses, macht aber gleichzeitig auch den Platz für die nächste arme Seele frei, und wird somit mitschuldig am bestehenden Elend!

 

Sehr häufig sind diese geretteten Tiere zudem krank und leider sehr oft auch verhaltensgestört. Eine hohe Tierarztrechnung ist in jedem Fall die Folge. Ein früher Tod der Fellnase möglichweise auch. Also, Finger weg von Mitleidskäufen! Belasten Sie nicht Ihr Herz und Ihr Portemonnaie, um Gutes zu tun. Unterstützen Sie lieber die verantwortungsbewussten Züchter und verwenden Sie Ihr Geld für eine zweite und vielleicht auch dritte Fellnase und schenken Sie diesen, außer Ihrer Liebe, gute Kratzbäume, hochwertiges Futter sowie eine Spardose für die Tierarztkosten.

 

Herzlichen Dank für Ihr Interesse!