Intelligenz

Ragdolls sind immer und an allem interessiert. Sie wollen wissen, wie etwas funktioniert und sind so

klug, durch Zusehen zu lernen. Also Obacht, wenn Sie Schubladen öffnen, Schränke verschließen und

Dinge vor Ihren Schnurrpelzen verstecken, weil Sie nicht wollen, dass sie sich näher damit beschäftigen ...

 

Katzen machen nur das was sie wollen und niemand bringt sie dazu, etwas auf Kommando zu tun. Natürlich gilt dies auch für unsere Raggies. Mit einer Einschränkung: Ragdolls wissen, was gut für sie ist. Sie wollen gefallen und sie sind, wie wir wissen, sehr intelligent. Drei wichtige Voraussetzungen, um ihnen mit etwas Geduld und dem einen oder anderen Belohnungshäppchen beizubringen, sich an gewisse Regeln zu halten.

 

Am weitesten kommen Sie dabei mit der Methode positives Verhalten zu belohnen, und negatives zu ignorieren. Die Schnurrpelze kommen sehr schnell dahinter, wann Belohnungen winken, und wann nicht. Damit können Sie arbeiten.

 

Wer solche Behauptungen aufstellt, muss sie auch beweisen, nicht wahr? Also, was können die Zauberwesen?




Wir geben für jede unserer Zuckerschnuten gern ein Beispiel:

 

Amani war immer besonders gierig und drängelte sich ständig vor, wenn es nachmittags einmal ein Leckerlie gab. Um ihn davon abzuhalten, den anderen immer wieder Happen wegzuschnappen, brachten wir ihm "Sitz" bei. Ja, Sie lesen richtig! Amani beherrschte das Kommando "Sitz"! Shikoba übte von sich aus daran, als er erkannte, dass es ein Extrahäppchen bringt. Für die anderen hatte dieses Kommando keinerlei Bedeutung. Akira sitzt nämlich sowieso immer und Gardi ist an Extrahäppchen nicht interessiert. So saßen also zu Amanis Lebzeiten nachmittags drei Kater in einer Reihe vor uns und nahmen nacheinander, ganz ruhig und entspannt, eine kleine Nascherei entgegen.

 

Shikoba und Akira unterbrechen sofort ihre jeweiligen Tätigkeiten, sobald das Kommando "Kommt schnell!" ertönt. Dann springen sie begeistert auf die Waschmaschine, wenn wir uns im Bad aufhalten, denn sie wissen, dass gleich das nebelfeuchte Mikrofasertuch zum Einsatz kommt. Was wir damit machen? Na, die beiden bekommen damit eine Abreibung, die sie sichtlich genießen. Anscheinend wirkt dieses Mikrofasertuch auf sie wie eine überdimensionale Katzenzunge.

 

Übrigens! In demselben Schrank, in dem die Tücher liegen, steht auch der Staubsauger - Akiras erklärter Erzfeind. Sobald wir also die Tür öffnen, muss sich Akira zwischen positiv und negativ entscheiden. Sagen wir "Akira, alles ist gut!", dann weiß er, wir holen nur das Tuch, und er wendet sich beruhigt Richtung Waschmaschine. Sagen wir nichts, ist ihm augenblicklich klar, dass jetzt gleich dieses furchtbar laute Monster auftaucht und er macht sich in die entgegengesetzte Richtung auf den Weg zu seinem sichersten Versteck.

 

"Kommt schnell!" ertönt auch, wenn wir die Süßen bürsten wollen oder sie sich aus irgend einem anderen Grund versammeln sollen. Akira hat diese Glanzleistungen, kurz nach dem Einzug von Junior, tatsächlich noch toppen können und ist seitdem unser unangefochtenes Superhirn! Lesen Sie unter dem Eintrag vom 31.10.2010 in Juniors Babytagebuch die ganze Geschichte.

 

Gardi bringt ein Spielzeug, sobald sie Lust hat, zu spielen. Möglicherweise denkt sie aber auch, dass ihr Mensch Beschäftigung braucht? Gardi sucht sich aus der Spielzeugtonne ein Stück aus, bringt es und legt es uns vor die Füße. Eine unmissverständliche Aufforderung, alles stehen und liegen zu lassen, und sich mit ihr zu beschäftigen!

 

Bekommt sie ihr Wunschspielzeug einmal nicht allein aus der Tonne, baut sie sich vor einem auf und erzählt (sehr energisch) ausdauernd von diesen Widrigkeiten, bis man aufsteht, sie zur Tonne begleitet und ihr hilft an das begehrte Objekt heranzukommen. Zieht man nicht das richtige Spielzeug, weist sie einen darauf hin und zwar so lange, bis man das richtige hat! Wer dressiert hier wen?

 

Junior hat innerhalb einer Woche gelernt, dass ein Fingerzeig Richtung Küchentür (verbunden mit dem Kommando "Raus!") bedeutet, dass Katzinger den Raum nun in der gezeigten Richtung schnellstens zu verlassen haben. Wichtig im Gefahrenfall!

Die anderen Zauberwesen beherrschen dieses Kommando natürlich ebenfalls im Schlaf. Die lange Version "XYZ, geh bitte raus" wird von uns im Normalfall bevorzugt, denn unsere Bärchen werden von uns so behandelt, wie wir gern behandelt werden möchten.

 

Genauso schnell hatte er die Bedeutung von "Babyli komm!" - "Baby, nein!" und "Alles ist gut!" erfasst. Den letzten Spruch verwenden wir immer, verbunden mit einem langsamen Lidschlag, wenn wir die Zauberwesen allgemein beruhigen möchten oder Akira in Sicherheit wiegen wollen (Staubsauger s. o.) und er wirkt zu unserer großen Freude nun auch bei Fluffy Junior!

 

Wir könnten diese Liste endlos fortsetzen, verzichten aber darauf, um den Rahmen dieser Seite nicht zu sprengen.

 

 

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